L'ORÉAL            Redken  |  Matrix  |  Garnier |   Kerastase  (frÜher Keralogie)

Redken

Online-ShopRedken Laboratories wurde ursprünglich im Jahr 1960 ins Leben gerufen durch die US-Schauspielerin Paula Kent. Einer Legende nach hatte die arme Paula immer sehr empfindlich auf Produkte reagiert, die ihre Hairstylisten benutzten und dann mit einem befreundeten Chemiker Jheri Redding gleich eine eigene Produktserie entworfen. Mit "Redken" hatte Paula dann den großen Erfolg, der ihr als Schauspielerin immer weitgehend versagt geblieben ist.

Ab 1965 war die Firma mit Sitz in Kalifornien ganz im Besitz von Paula Kent. Die Produkte wurden zunächst hauptsächlich von Friseursalons empfohlen und vertrieben. 1993 wurde Redken an Cosmair verkauft, die US-Lizenzfirma von L'Oréal. Hauptsitz ist an der 5th Avenue in New York City. Redken ist jedoch auch schon lange nicht mehr "friseurexklusiv" - das heißt die Produkte werden nicht nur in Friseursalons, sondern z.B. auch bei Douglas.de oder Hagel verkauft.

Kerastase

Online-ShopSeit 1965 war die Marke in Deutschland und in Österreich zuerst unter dem Markennamen Kéralogie bekannt. Vor ein paar Jahren wurde aus Keralogie Kerastase. Kerastase ist heute die exklusive Marke L´Oreals im Hochpreissegment nach eigenen Angaben weltweit auch in einigen Top-Salons vertreten, darunter Oribe (USA), , Charles Worthington (England) und Llongeras (Spanien). Ob Llongeras als Botschafter exklusiver Marken taugt, ist zu bezweifeln - er vertreibt im großen Stil Produkte mit seinem guten Namen z.B. über die französische Mega-Supermarktkette Carrefour. Preise: Zum Beispiel Shampoo unter 3 Euro. Kerastase ist ebenfalls nicht "friseurexklusiv" - das heißt die Produkte werden nicht nur in Friseursalons, sondern z.B. auch bei Douglas.de oder Hagel online verkauft.

Matrix

Online-ShopMatrix wurde laut L´Oreal 1980 von dem US-amerikanischen Friseur Arnie Miller gegründet. LÓreal zählt Matrix zur Nr. 1 Salon Marke in den USA . Seit 2005 versucht L´Oreal, die Marke auch innerhalb Europas zu etablieren. Am Ende steht eine Kooperation mit einer umstrittenen Discount-Kette ...mehr

Garnier fructis

Die Drogerie-Marke der Gruppe. Sie wird über Supermärkte und Drogerien vetrieben. Deutsche Botschafterin ist die Schauspielerin Iris Berben, die in TV-Spots ihrer scheinbar vergesslichen Mutter immer wieder gebetsmühlenartig erklären muss, wie supertoll die Tönung von Garnier-Nutrisse ist :-)
Weitere Garnier-Tönungen: Belle Color - Movida - erhältlich in Online-Drogerien wie z.B. bei Rossmann.

Studio Line

Siehe Video rechts (1988)


Weitere Produkte Jade Maybelline, Lancôme, Garnier, Fructis, Belle Color Tönungen, El Vital, Keralogie, Phas, Plenitude, Studio Line, Ralph Lauren, Ambre Solaire, Giorgio Armani, Helena Rubinstein, Biotherm, Cacharel

Apothekenexklusive Produkte La Roche-Posay , Vichy


Sonstige Aktivitäten: Beteiligung am Pharmaunternehmen Sanofi.



Was steckt eigentlich hinter dem französichen Beauty-Konzern?

Alles begann mit dem jungen Chemiker Eugene Schueller, der 1907 in Paris die ersten Haarfärbemittel entwickelte. 1909 registrierte er seine Firma unter dem Namen L´Oreal. 1920 arbeiteten 3 Chemiker für Schueller - heute sind es mehr als 2000.

 

Er hatte zwei Kinder: André (Foto rechts) und Liliane (Foto links). Die heute 82 Jahre alte Liliane Schueller Bettencourt ist heute die grösste Aktionärin der L´Oreal-Gruppe und eine der reichsten Frauen der Welt mit einem geschätzen Vermögen von 16,6 Milliarden EUR. Die immer noch die "Fäden ziehende" Multi-Milliardärin hielt 2004 noch 27,4 % des Konzerns in ihrem Privatbesitz (Minderheitsaktionär Nestle 26,4 %, Einzelaktionäre ca. 8%).


Keine Teilnehmer einer lustigen Feier im Altenheim:
L´Oreal-Vorstand präsentiert sich auf der L´Oreal-Website

Auch die leitenden Angestellten der rüstigen Konzernchefin sind meist fortgeschrittenen Alters. An ihrer Spitze steht Präsident und Generaldirektor Lindsay OWEN-JONES (Foto oben Mitte). Trotzdem konnten sie 2005 den Gewinn nochmals steigern (1999: 10,7 - 2000: 12,7 - 2001: 13,7 - 2002: 14,3 - 2003: 14,1 - 2004: 14,5 Milliarden EUR). 2005 erhöhte  L'Oreal den Umsatz in den ersten 9 Monaten um weitere 4,7% auf 10,75 Mrd EUR. Entwicklungsleiterin ist seit 2001 Béatrice Dautresme (Foto oben), die seit Beginn der Firmengeschichte die einzige Frau im Konzernvorstand ist (siehe Foto.)

Neben kosmetischen Erzeugnissen werden aber auch pharmazeutische und dermatologische Produkte hergestellt, wobei die Kosmetiksparte jedoch der Hauptumsatzträger des Branchenprimus bleibt. Der französische Mischkonzern ist heutzutage auch nach den letzten Mega-Übernahmen und Fusionen vom amerikanischen Konkurrent Procter & Gamble Weltmarktführer im Bereich (Haar-) Kosmetik geblieben.

Unternehmensdaten

Weltweit hat der Mischkonzern 50.000 Mitarbeiter, davon in Deutschland 2100. Im letzten Jahr hatte L`Oreal mit seinen Produkten in 130 Ländern ca. 14,3 Milliarden EUR Umsatz, in D ca. 1 Milliarde. Ungefähr 450 der deutschen Mitarbeiter stellen die Produkte in der Fabrik in Karlsruhe her. Sie ist außerhalb Frankreichs die größte Produktionsstätte des Konzerns in Europa. Ca. 40% der Produktion sind für den deutschen Markt bestimmt, ca. 60% für den Export.

Werbung

Das Unternehmen gab beispielsweise 2006 über 2 Milliarden Euro für Werbung aus - das sind ca. viermal soviel wie für Forschung . Die weltweit und auch in Deutschland für L`Oreal tätige Werbeagentur heißt McCann Erickson und hat hierzulande ihren Sitz in Hamburg. Im Bundestagswahlkampf 2005 bewarb das Unternehmen übrigens auch Angela Merkel

Übernahmen

1993 REDKEN Labatories, 2000 RESPONS (Haarpflegemarke in Skandinavien), MATRIX (weltweit Nr. 3 der prof. Haarpflege und Marktführer bei Haarpflegeprodukten in Nordamerika) 2006 Bodyshop-Übernahme

L`Oreál in China

Die Warenhäuser in Chinas Großstädten sind voll mit Verkaufstheken des weltweit bekanntesten Kosmetikherstellers. China ist der achtgrößte Kosmetikkonsument der Welt und nach Japan der Zweitgrößte in Asien. L'Oréal kaufte kürzlich innerhalb von nur zwei Monaten gleich zwei chinesische Kosmetikfirmen auf. All dies sind jedoch nur einige Indikatoren, die zeigen, wie lukrativ der Handel mit Kosmetika in China mittlerweile geworden ist. Im Januar erwarb der weltweit größte Kosemtikhändler L'Oréal die chinesische Hautpflege-Marke "Mininurse". Die 1992 auf den Mark gebrachte Marke verfügt über einen Marktanteil von fünf Prozent. Da der Kauf auch den Erwerb der großen Mininurse-Fabrik in Yichang in der Provinz Hubei beinhaltet, erhält L'Oréal durch den Neuerwerb gleichzeitig eine wertvolle Einrichtung zur Herstellung von Kosmetika. L'Oréal gibt sich damit jedoch noch nicht zufrieden. Einen Monat zuvor unterzeichnete L'Oréal einen Übernahmevertrag mit der von der chinesisch-amerikanischen TV-Berühmtheit Yue-Sai Kan gegründeten Kosmetikmarke "Yue-Sai".

Quelle China today

 

L'ORÉAL engagiert sich für die Integration behinderter Menschen

Die L'Oréal Deutschland GmbH wird für ihr Engagement zur Integration behinderter Menschen ausgezeichnet. Dieser Preis wurde innerhalb des L'Oréal-Konzerns weltweit ausgeschrieben. Die Auszeichnung gilt der Kooperation zwischen dem L'Oréal-Logistikzentrums in Karlsruhe und dem Beschäftigungszentrum Karlsruhe (BZKA). Seit dem Jahr 2000 bearbeiten Menschen mit und ohne Behinderung des BZKA die Retouren des Logistikzentrums und sind im Personalverkauf tätig. Die Zusammenarbeit wurde im Laufe der Jahre kontinuierlich erweitert. Dadurch konnte die Zahl der Mitarbeiter von anfangs acht auf heute 80 erhöht werden. "Wir sind mit den Leistungen des BZKA sehr zufrieden. Hier sieht man, dass jeder Mensch seine Stärken hat, man muss sie nur herausfinden," so Jürgen Bock, Leiter des Logistikzentrums von L'Oréal in Karlsruhe. "Durch unser Engagement möchten wir dem BZKA helfen aufzuzeigen, dass Mitarbeiter mit Behinderung den normalen wirtschaftlichen Gesetzen und Anforderungen standhalten können." L'Oréal hat 2008 zum Jahr der Menschen mit Behinderung ausgerufen. In diesem Rahmen wurde der interne Wettbewerb "Trophée L'Oréal Initiatives pour le handicap" ins Leben gerufen. Jean-Paul Agon, CEO von L'Oréal, hat den Preis im Rahmen einer feierlichen Zeremonie überreicht.

Quelle: L'Oréal Deutschland GmbH

 

Model-Rassismus bei Garnier?

Im Mai 2006 fanden zwei Prozesse in Paris und in Créteil statt. Die Strafkammer des Landgerichts von Paris wird auf Klage der Antidiskriminierungsorganisation SOS Racisme drei Fälle beurteilen, ob sich Loreal der Diskriminierung strafbar gemacht hat. Französiche Medien hatten über einen geheimen Code (BBR, Blau, weiss, rot) berichtet, mit dem dunkelhäutige/arabischstämmige Modelle für Garnier-Werbekampagnen (z.B. Fructis) "aussortiert" worden sein sollen.

Nach den letzten Rassen-Unruhen in Frankreich werden neuerdings Fälle von Rassendiskriminierung strenger verfolgt und hart bestraft.

Quelle: 20.Minutes (Google-Übersetzung)

 

Statt "Arbeitsamt": Neue Mitarbeiter durch e-strat

In der Personalsuche geht L`Oreal ganz neue Wege: Studenten sollen an einem Business-Games namens e-strat teilnehmen. Dort "kämpfen" sie virtuell gegen Konkurrenzunternehmen und müssen sich mithilfe von Marketing- und Verkaufsstrategien erfolgreich gegen andere Beautykonzerne durchsetzen. Einer der vier zu bekämpfenden Unternehmen heißt "Bella" - nicht zu verwechseln mit dem realen "Gegner" WELLA.

Als Hauptpreise winken eine Reise nach Paris zum Finale und für manche vielleicht sogar ein Job im Konzern.

Link: http://www.e-strat.loreal.com/

 

Umsatz & Zahlen

Der Umsatz weltweit stieg 2004 auf 14,5 Milliarden Euro und der operative Gewinn auf 3,63 Mrd. Euro gegenüber 1,49 Mrd. im Vorjahr. Dabei erreichte LOreal in Westeuropa nur ein sehr geringes Wachstum von 1,7 Prozent. In Russland wurde ein Umsatzplus von 46,3 % und in China sagenhafte 85,3% erzielt.

 

Tierversuche & Umwelt

L´Oreal gehört neben P&G und Unilver zu den Unternehmen, die nachweislich zu Forschungszwecken Tierversuche durchführen liessen und heute im Verdacht stehen, umstrittene Tests mit Tieren durchzuführen. Bei Wikipedia ist zu lesen dass L'Oréal vorgeworfen wird, haut- und umweltschädliche Substanzen wie Phthalate, die als fortpflanzungsschädigend gelten, und Phenylendiamin, ein aggressives Allergen, in einigen Produkten zu verwenden.

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L`Oreal + Lena zeigen, wie man mit "Casting" die Haare einfach und sauber färbt.

Und diese Kundenbewertungen von "Casting" bestätigen das eindrucksvoll ! ;-)