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HairWeb über Discounter + Ketten:  Bewertungen, Kritik, Konzepte, Hintermänner, Preise





Auch nach Mindestlohn: Friseure in der Dumpinghölle

Waschen, Schneiden, Föhnen für 4,95 Euro: Wer verdient eigentlich noch an den Billig-Angeboten? Hauptsache schnell und billig. Immer mehr Friseure locken mit Dumpingangeboten. Auch nach dem Inkrafttreten des tariflichen Mini-Mindestlohns für für Friseure können sich Kunden teilweise immer noch für 4,95 Euro ihre Haare waschen, schneiden und föhnen lassen.,,mehr in diesem FOCUS-Artikel


Innungsobermeister Sven Galonska warnt in der BZ vor der „Verramschung des Friseurhandwerks: "Bei so günstigen Preisen –...

Posted by HairWeb.de ? Alles rund um Frisuren, Haare + Friseure on Mittwoch, 9. März 2016






"Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein"  (A.Einstein)

"System"  Billigfriseure:   Abzocke,  Angst  und  Anklagen

HairWeb recherchiert und berichtet seit über 10 Jahren über die Machenschaften der umstrittenen Discounter und ist bestens informiert: Viele Betroffene schrieben unzählige verzweifelte eMails und berichteten von geradezu haarsträubenden Zuständen in den 5 bis 12-Euro-Salons (siehe auch "Mitarbeiter" unten). Daraus und aus anderen Recherchen ergibt sich ein erschreckendes Bild von moderner Sklaventreiberei, Gier und Ausbeutung. Das wirklich Schlimme daran ist jedoch: Das menschenverachtende System, deren Umsätze zum Teil auf Staatskosten gemacht wurden (Vollzeit + Hartz4), wurde von vielen lange ignoriert.

Durch das Bekanntmachen der Zustände wurde einiges erreicht: Immer mehr Billigfriseuren blieben die Kunden weg: Einige Ketten (s.o.) gingen bereits in die Insolvenz, andere müssen immer mehr Filialen schliessen. Mitarbeiter gingen an die Öffentlichkeit, es wurden erste Ketten-Manager verurteilt (Klier) und auch die Medien machten immer mehr Druck. Selbst Friseurinnungen, die bis heute den gesetzlichen Mindestlohn kategorisch ablehnen, kritisierten vermehrt Mißstände im Lohnbereich. Am Ende kam der Mindestlohn - doch der wird bis heute nicht vonn allen Friseurbetrieben gezahlt.

 

Die Preise

Auch bei den Preisen wird abgezockt und getrickst: Hiess es noch draußen am Schaufenster "Alles XX EURO!" (siehe Foto) erfährt man dann drinnen von "Langhaarzuschlägen", begrenzter Strähnen-Anzahl, doppelter Abrechnung bei zwei Haarfarben und vielen Einschränkungen und "Sternchen". Streit an der Kasse ist vorprogrammiert. Für Zusatzdienstleistungen müssen oft am Ende erhebliche Aufschläge bezahlt werden, dass fast jeder normale Friseur um die Ecke preislich mithalten kann.

Um dem enormen Preisdruck standzuhalten stellten viele Billigketten mittlerweile praktisch jeden ein und lassen sie teilweise ohne jede Ausbildung oder bestenfalls mit einem Schnell-Kurs arbeiten. Gegenüber dem Kunden nennen sich die berufsfremden Angestellten einfach "Stylisten", denn die Berufsbezeichnung "Friseur" ist gesetzlich geschützt und erfordet drei Jahre Ausbildung.


Die Beschwerden

Sicher gibt es auch bei Billigketten vereinzelt Mitarbeiter, die ihr Handwerk verstehen. Doch wer sich die Umfrageergebnisse (rechts) oder Kunden-Beurteilungen ansieht, erkennt, dass Pfusch in Billigketten an der Tagesordnung ist. Die schlechten Leistungen sind auch eine direkte Folge des schlechten Arbeitsklimas, denn Billigketten-Mitarbeiter stehen durch Drohungen der Geschäftsleitung (siehe unten), (unbezahlten) Überstunden und extrem hohen Umsatzvorgaben unter extremem Druck.

In der Folge bieten immer mehr klassische Salons die "Reparatur" von verpfuschten Schnitten an, siehe z. B.  Hairline Coesfeld oder Salon Schnittpunkt Heidelberg .

Siehe auch Link: "Schmerzensgeld: Haare weg nach Strähnen bei Friseurkette"

Wer sich beschweren bzw. andere Kunden warnen möchte:  Qype.de, Google-Maps, Ciao.de oder Doyoo.de


Die Mitarbeiter

Du arbeitest für eine Billigkette? Alle Infos für Mitarbeiter siehe unten


Die Manager / Betreiber

Falls nichts dazwischenkommt, sollten sie den Bericht hier sehr aufmerksam lesen. Wir bleiben dran.



Der Staat

In der ehemaligen DDR (Stasi) und auch schon früher funktionierte es in Deutschland bestens: Die scheinbar typisch deutsche Tradition der "Bespitzelung, Bedrohung und Einschüchterung " wird heute insbesondere durch Discount-Ketten weitergeführt. Weitgehend unsichtbar und unbeachtet von der Öffentlichkeit werden Mitarbeiter systematisch unter Druck gesetzt, bedroht, eingeschüchtert und mundtot gemacht. Der Staat unterstützt seit vielen Jahren Geringverdiener mit Hartz4-Geldern. Billigketten nutzen dies rigoros und systematisch aus und zahlten ihren Angestellten vor dem Mindestlohn oft nur Minilöhne von zum Teil ca. 1,50 Euro pro Stunde (). Die Löhne werden absichtlich niedrig kalkuliert oder nur ein Teilzeitjob angeboten um den Mitarbeiter dann zur "Aufstockung" zur Arbeitsagentur zu schicken. Hier holen sich dann selbst Vollzeitkräfte das fehlende Geld durch staatliche HartzIV-Unterstützung aus Steuergeldern.


Die Innungen

Auch wenn sich neuerdings der ein oder andere Obermeister mit verhaltener Kritik in die Medien wagt: Friseur-Innungen wollten jahrelang von dem Problem nichts wissen. Kein Wunder, sie verdienen fleissig mit an jeder Billigketten-Filiale (Beiträge, Seminare etc.). Die jahrelange Ablehnung von Mindestlöhnen und Duldung der Zustände macht sie zu "Komplizen" der Billigketten. Auch auf der Homepage des Zentralverbandes Friseurhandwerk wurde dasThema Billiglöhne lange Zeit weitgehend ausgeblendet. .

Die Gewerkschaften

Die für Friseure zuständige Gewerkschaft Ver.di fordert zwar regelmässig den Mindestlohn, blendet aber das große Problem im Friseurhandwerk weitgehend aus. Auf der Ver.di-Homepage keine Spur von Mißständen im Friseurhandwerk, nur bei Ver.di Hessen findet sich ab und zu mal eine scharfe Kritik an dem schwärzesten Schaf der Branche C&M Company (siehe LINK). . Der Grund für das geringe Ver.di-Engagement in der Öffentlichkeit-: Bedingt durch kleine Betriebsgrößen, die keine gewerkschaftliche Arbeitervertretung vorschreibt, sind nur sehr, sehr wenige Friseure gewerkschaftlich organisiert.

Die Industrie

Nach außen nutzen sie das Image und Können klassischer Friseure. Aus reiner Profitgier unterstützen viele große Shampoo-Hersteller jedoch die umstrittenen Billigketten nach Kräften. Einer der Chefs von Hairkiller ist z.B. ein Ex-Wella-Manager. Einige Ketten wurden von Wella tatkräftig unterstützt, beworben und beliefert, z.b. Cutman und Hairkiller. Die Billigkette HAIRMAX wirbt sogar damit, in Wella´s "Circle of Excellence" zu sein (Link). Auch Henkel/Schwarzkopf mischt fleissig mit in der Belieferung von Billigketten. Kein Wunder, der Konzern macht seine besten Umsätze mit SYOSS, einer pseudo-professionellen Haarserie im Discount-Segment.

 



Die Medien

Die einzigen Medien, die laufend aktuell über das Thema "Billigfriseure" berichtethaben waren HairWeb.de und Friseur-News.de. Letztere hat die Initiative "Der faire Salon" ins Leben gerufen. Viele andere Medien hielten sich dezent zurück: Um einzelne Friseurketten namentlich an den Pranger zu stellen fehlt der Presse oft der Mut, sie befürchten Klagen durch die Anwälte der Ketten. Das änderte sich, als 2011 Manager der Friseurkette Klier vor Gericht standen bzw. verurteilt wurden. Die WELT schrieb einen großen Artikel und auch SternTV berichtete unlängst über die umstrittenen Pratiken bestimmter Friseurketten.

Weitere Artikel: STERN-Bericht , Hamburger Abendblatt (1) , Bericht Hamburger Abendblatt (2) u. a.

Die Berichterstattung über Dumpinglöhne und Ausbeutung im Friseurhandwerk gestaltet sich oft schwierig, weil es an aussagewiligen Mitarbeitern mangelt. Sie sind meist so verschüchtert durch den Druck und das System "Angst", dass sich viele nicht in die Öffentlichkeit trauen.

In einer TV-Reportage von SAT1 sollte eine Reporterin testen, ob Billigketten ungelernte Kräfte einstellen. Sie erwähnte im Bewerbungsgespräch ausdrücklich, dass sie den Beruf NICHT erlernt hat. Sie mußte zum Probearbeiten und wurde direkt ohne Aufsicht auf die Kunden losgelassen. Die Reporterin konnte dabei noch nicht mal die Schere bzw. den Rasierer halten und schnitt einfach drauf los. Im ersten Salon kam dann nach 5 Minuten eine Kollegin und hat ihr beim Kunden gezeigt, wie man Haare schneidet. Im zweiten Salon gab es niemanden, der ihr half. Der Saloninhaber (übrigens auch ein Friseur) sagte dazu: "Ich stelle immer ungelernte Kräfte ein, damit ich den Preis halten kann."

FOCUS TV: Waschen, schneiden, fönen – am Besten umsonst
Der Preiskampf in der Friseurbranche ist hart wie nie. Mit Dumpingpreisen versuchen sich die Billigfigaros gegenseitig die Kundschaft abzugraben. Doch ein Haarschnitt für 10 Euro hat seinen Preis – und zwar vor allem aus Sicht des Fiskus. Denn die Billigtarife finanzieren selten eine ordentlich angemeldete und gesetzmäßig bezahlte Belegschaft – im Gegenteil: Dumpinglöhne sind Alltag in diesem Gewerbe. FOCUS TV hat mit versteckter Kamera ausprobiert, wie leicht es ist, unangemeldete Jobs zu ergattern und war mit den Zollfahndern unterwegs.

 

 

  BilligKetten - FAQ

Wie entstanden überhaupt diese Billigketten?

Sollte man die Handwerkskammern und Friseur-Innungen fragen. In nur wenigen Jahren schafften es eine Handvoll Billigketten, den Ruf des einst so angesehenen und streng reglementierten Friseurhandwerks gründlich und dauerhaft zu beschädigen. Die deutsche "Geiz-ist-geil-Mentalität" ermöglichte Dumpingpreise auf Kosten der Mitarbeiter und der Qualität. Große Billigketten wurden dabei auch maßgeblich von der Industrie unterstützt, die in den Salons der Ketten neue Absatzmärkte für ihre Produkte sahen.

Sind Billigketten zukünftig erfolgreich?

Wie von Branchenkennern wie HairWeb vorausgesehen, konnten die meisten der anfänglichen "10-Euro-Friseure" den Niedrigpreis nicht halten. Auch durch den 2014 eingeführten Mindestlohn Mittlerweile sind die meisten bereits bei mindestens 13 EUR oder pleite, wie z.B. die Billigkette "McCut" und andere. Aufgrund vom anhaltenden Preiskampf, Kundenrückgang (siehe Umfrage oben) und kostspieligen Arbeitsgerichts-Prozessen wegen der schlechten Behandlung der Mitabeiter stehen immer mehr Billigketten vor dem Konkurs.

Warum arbeiten da Friseure für oft so wenig Geld?

Gewerkschaftlich organisiert sind Friseure fast nie, sie sind verteilt auf hunderttausende Kleinbetriebe, in denen es keinen Betriebsrat o. ä. gibt. Innungen und andere "Friseurverbände" ignorieren Probleme dieser Art bzw. kümmern sich lieber um sich selbst. Sie haben es mit zu verantworten, dass deutsche Friseure hierzulande so wenig verdienen wie nirgendwo sonst in Westeuropa. Die Tariflöhne sind teilweise so extrem niedrig, dass eine ungelernte Putzfrau mehr Gehalt bekommt. Billigketten zahlen ihren Mitarbeitern absichtlich so wenig Lohn, weil der Staat sie trotz Vollzeitjob mit Hartz4-Geldern aus Steuermitteln unterstützt.

 



Was  erwartet  mich  als  Mitarbeiter  bei  Billigketten ?

Die Top Klagen sind:

  • Illegale Umsatzvorgaben - bei Nichtereichen Kündigung
  • Dumping-Lohn (siehe auch Checkliste)
  • Unbezahlte Überstunden
  • Löhne werden solange nicht ausbezahlt bis neue Verträge unterschrieben sind
  • Kameraüberwachung
  • Krankschreibungen auf Druck in Urlaub umgewandelt
  • Bei Filialwechsel Kündigung + erneute Probezeit (2 Jahre)
  • Kein Witz: Manche Ketten sparen die Müllabfuhr und weisen Mitarbeiter an, privaten Müll und Kundenhaare mit nach Hause zu nehmen
  • Weitere Fakten siehe Mitarbeiter-Berichte
  •  

    Hinweis:

    Die Klagen variieren von Friseurkette zu Friseurkette - alle genannten Klagen stammen von uns namentlich bekannten Billigkettenmitarbeitern und liegen HairWeb teilweise auch in schriftlicher Form vor - Beispiele siehe Mitarbeiter-Berichte

     


    Die "billigen" Tricks der Ketten

    Trick "Probezeit": Mitarbeiter werden immer nur Probezeit-Verträge angeboten, auch nach Ablauf der Probezeit. Die Folge: Mit so einem Vertrag bekommt man keinen Mietvertrag mehr und auch kein Bankdarlehen. Man wird zum Menschen 2. Klasse.

    Trick "Eigenanteil": Ein Friseur schnitt sich in den Finger und mußte in die Unfallklinik. Mit der Begründung "weil es ja ein Betriebsunfall ist" wurden dem Mitarbeiter 75.-EURO vom Nettogehalt abgezogen, deklariert als angeblicher Eigenanteil bei der Berufsgenossenschaft. Erst nach der Drohung mit dem Arbeitsgericht wurde der absichtlich falsche Eigenanteil wieder zurückgezahlt.

    Trick "55Cent": Mitarbeiter berichteten von 55 Cent, die vom Gehalt einbehalten werden. Als Grund wurden "Kosten für die Zusendung der Gehaltsabrechnung" angegeben

    Trick "Telefonkosten": Mitarbeiter telefonieren über das Salontelefon mit dem Betriebsleiter. Die Telefongebühren wurden vom Lohn abgezogen.

    Trick "Minuskonto": In einem Bericht des Hamburger Abendblattes steht, mit welchen Methoden manche Billigketten arbeiten, um ihren Angestellten noch weniger Lohn zu zahlen. Conrad Strehl, Lehrlingswart bei der Hamburger Friseurinnung schildert die Vorgehensweise wie folgt: "Viele Betriebe richten den Angestellten ein Minuskonto, beispielsweise mit 1200 Euro, ein. Pro Kunde wird etwas draufgerechnet, und erst bei null wird der Lohn ausbezahlt." Mit diesem Trick bekommen manche Friseure nur alle zwei Monate Lohn. ...zum gesamten Bericht >>>

    Links: Hamburger Abendblatt (Minuskonto) | Hamburger Abendblatt (Manager packt aus) | HA - Kette streitet ab



    Du bist Friseur/in und bist betroffen? Melde dich !

    Verständlicherweise haben betroffene Mitarbeiter bei Billigketten Angst um ihren Arbeitsplatz bzw. vor ihrem Arbeitgeber und trauen sich daher nicht, etwas dazu zu sagen. Man kann jedoch gewissen Arbeitgebern nur "das Handwerk" legen, bzw. andere Friseure "warnen", wenn betroffene Friseure ihre Probleme schildern bzw. auf Wunsch auch öffentlich machen (z.B. bei einer bereits laufenden Küdigung).

    HairWeb bittet daher dringend um weitere Berichte mit Beschwerden betroffener Mitarbeitern. emails bitte an die HairWeb-Redaktion: friseure(at)hairweb.de . 100% Vertraulichkeit wird garantiert. Keine Weitergabe der Daten an andere ohne Zustimmung des Betroffenen!

    HairWeb wird übrigens laufend von Gewerkschaften, TV und Presse gebeten, Friseure zu finden, die bereit sind, im Interview bzw. vor der Kamera über ihre Erlebnisse im Betrieb bzw. den Lohnproblemen zu berichten (natürlich anonym). Falls du ebenfalls dazu bereit bist, sende eine eMail an friseure(at)hairweb.de Hier findest du andere Mitarbeiter-Berichte




    Was kann man dagegen unternehmen?

    Betroffene sind nicht so hilflos, wie sie manchmal glauben. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich gegen Ausbeutung, Rechtsverstöße des Arbeitgebers zu wenden.

    Zoll
    (Finanzkontrolle Schwarzarbeit)
     

    Bei Verdacht auf Tarif-Verstöße, Lohndumping, meisterlose Betriebe die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls informieren (nicht die Handwerkskammer, die wimmelt oft nur ab).

    Achtung: Nach neuen Erfahrungsberichten wimmelt auch der Zoll wegen Arbeitsüberlastung gerne ab - ggf. werden nur offizielle Anzeigen verfolgt.

    Anwalt / Gericht einschalten

    Ein Rechtsanwalt / Sachverständiger (möglichst ein Fachanwalt für Arbeitsrecht) sollte gefragt werden. Er prüft, welche Rechte man hat, wieviel Lohn man nachfordern kann oder wie man richtig kündigt. Falls der Arbeitnehmer nicht genug Geld für einen Anwalt hat kann er bei der Öffentlichen Rechtsauskunfts- und Vergleichsstelle um Rat fragen und im Streitfall vor dem Arbeitsgericht Prozesskostenhilfe in Anspruch nehmen. Infos gibt es bei jedem Gericht in deiner Nähe. Die Chancen stehen bei einem Prozess ausgesprochen gut, die meisten Arbeitgeber verlieren den Prozess gegen ihre Mitarbeiter.

    Betriebsrat gründen

    Die Mehrzahl der Beschäftigten und knapp die Hälfte aller Betriebe in D ist durch einen Betriebsrat vertreten. Bei den großen Friseur-Discountern gibt es bisher keinen Betriebsrat und daher haben viele vor nichts mehr Angst, als vor einer Betriebsratgründung. Möglich ist die Wahl eines Betriebsrates bereits ab einer Betriebsgöße von fünf Mitarbeitern und die Teilnehmer sind vor Kündigung geschützt. ....mehr Informationen hier

    Öffentlichkeit suchen

     Bei krassen Fällen sollte bzw. MUSS man die Vorkommnisse öffentlich machen. Vor nichts haben Friseurketten mehr Angst, als vor negativen Erfahrungsberichten (Kunden und Mitarbeiter). Bei großen Bewertungsportalen (z.B. Qype.de, Google-Maps, Ciao.de oder Doyoo.de ) , Blogs, und Foren kann man (ggf. auch anonym) Negativ-Berichte schreiben. Oder einfach mal den Firmennamen googeln und Kritiken finden. Durch die Berichte werden neben Kunden auch andere Friseure vor einer bestimmten Firma gewarnt.

    Insbesondere Facebook bietet unzählige Möglichkeiten, sich zu informieren und andere Betroffene zu treffen. Hier ein paar fb-Seiten, die sich mit dem Thema befassen:

    HairWeb.de   |    Billigfriseure.de     |    Mindestlohn für Friseure    |    Der faire Salon


    Immer billiger...

    Eine Befragung (10/06) der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg hat ergeben, dass Frauen momentan im Durchschnitt ca. 5,7 Mal pro Jahr zum Friseur gehen. Männer liessen sich sogar 6,8 Mal die Haare schneiden. Auch bedingt durch den Boom der "Billigfriseure" zahlen Friseurkunden immer weniger für die haarige Dienstleistung. Frauen legten mit durchschnittlich 42,10 Euro ca. 1,40 Euro weniger als noch 2005 auf den Tresen. Männer hingegen zahlen nur noch 14,90 statt 15,40 Euro im Vorjahr. Für Männer wie Frauen ist das Haareschneiden der Hauptgrund (91,5 Prozent) für den Friseurbesuch. Ungefähr jede dritte Frau belässt es nicht nur beim Haarschnitt: Hinzu kommen Haare färben, Dauerwelle (10%) oder eine Volumenbehandlung.




    Wella & Hairkiller: Sollen jetzt alle zu Hairkillern werden?

    Wella bewirbt neuerdings noch intensiver für Billigfriseure. Wella´s Favorit ist jetzt der Billigdiscounter hairkiller., bei dem zuletzt sogar ein Ex-Wella-Mitarbeiter einstieg. (siehe HairWeb-Report). Es scheint alles so einfach: Per Massen-Newsletter wird allen Wella-Salons gerade der Kauf von spottbilligenFranchise-Lizenzen des 13-Euro-Friseurs hairkiller. empfohlen.

    Doch hinter der "billigen Masche" steckt natürlich mehr.........mehr




    Billigfriseur war gestern !

    Die anhaltende Wirtschaftskrise zwingt uns zu immer härteren Sparmaßnahmen:   Diesel-Cayenne kaufen, Brennholz aus dem Wald klauen, zusätzliche Solar-Elemente auf dem Hundehaus installieren und unerkannt in der "Tafel" essen gehen. Jetzt erlebt ein schon fast vergessenes Schneidegerät aus den 90ern eine wundersame Renaisssance....mehr