Mindestlohn  im   Friseurhandwerk      HairWeb  kÄmpft  fÜr  gerechtere  LÖhne !




Der tarifliche Mindestlohn liegt seit August 2015 bei kärglichen 8,50 Euro (Vergleich: Eine ungelernte Kraft bei LIDL verdient mindestens 11,50). Es ist daher noch ein sehr weiter Weg zu wirklich leistungsgerechten Löhnen im Friseurhandwerk. Nur damit hat das Friseurhandwerk eine Zukunft, denn schon heute herrscht extremer Fachkräfte- und Nachwuchsmangel.

Höhere Löhne sind vor allem über eine weitere Anpassung der Preise zu erreichen, die vielerorts immer noch (viel) zu niedrig sind um angemessene Löhne und betriebswirtschaftliche Erfolge zu ermöglichen. Wer sich zu billig verkauft und weiter auf niedrige Löhne setzt wird am Ende nicht mehr am Markt sein - das beweist die seit 2014 steigende Zahl an Insolvenzen und Salonschließungen.



Auch nach Mindestlohn:

Friseure schmoren in der Dumpinghölle

Waschen, Schneiden, Föhnen für 4,95 Euro: Wer verdient eigentlich noch an den Billig-Angeboten? Hauptsache schnell und billig. Immer mehr Friseure locken mit Dumpingangeboten. Auch nach dem Inkrafttreten des tariflichen Mini-Mindestlohns für Friseure können sich Kunden teilweise immer noch für 4,95 Euro ihre Haare waschen, schneiden und föhnen lassen.,,mehr in diesem FOCUS-Artikel




Statement einer Saloninhaberin

Gesehen auf Mindestlohn für Friseure

"Und für alle, die immer noch meinen, ein Haarschnitt wäre nicht mehr als 12 Euro wert und Friseure verdienen bereits genug, kann ich nur eines anmerken: 
"Die meisten, die über die Preise schimpfen, würden wahrscheinlich für das Geld, das viele Friseure verdienen, morgens nicht einmal aufstehen."
"Wer bei 8,50 € brutto (!) eine 38 Stunden Woche arbeitet, hat am Monatsende gute 1.300,- € brutto als Vollzeitkraft. Davon kann man im Grunde nicht richtig leben und im Alter droht die Altersarmut - So sieht die Realität aus!
Ein guter Haarschnitt (z.B.) von einer ausgelernten und glücklichen sowie motivierten Friseurgesellin kann also betriebswirtschaftlich gesehen, wahrhaftig KEINE 12,00 € kosten- denkt mal nach...

Und dann muss man sich immer noch von Menschen mit überaus gut dotierten Jobs anhören, dass 8,50 € brutto Mindestlohn die Wirtschaft gefährden. Ich kann es echt nicht mehr hören, denn all die miserabel bezahlten Jobs machen es doch erst möglich, dass dort oben dermaßen exorbitante Gehälter, Renten und andere "Leckerchen" gezahlt werden können! 
Wenn ich dort säße, würde ich wahrscheinlich auch alles daran setzen, dass die Verteilung genau so bleibt, wie sie ist, denn sonst säge ich mir ja selber den Ast ab, auf dem ich sitze.
Wir können aber gerne mal für ein Jahr die Jobs tauschen."

Friseure Leusche-Weigel vom 5.3.16




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Tarifverträge müssen im Salon ausliegen, sodass Mitarbeiter sie jederzeit einsehen können.
Zuwiderhandlungen stellen eine Verstoß gegen das Tarifvertragsgesetz dar, der mit einer Geldstrafe geahndet werden kann







Übersicht Mindestlöhne (pro Stunde, laut Tarif)

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