Carly  Rae  Jepsen    










Know me maybe...

Carly feierte in ihrer Heimat Kanada schon seit Jahren Erfolge - da wären Platz 3 bei "Canadian Idol", zwei vergoldete Hitsingles, zwei Alben sowie zwei Nominierungen bei den renommierten Juno Awards -, konnten bis Anfang des Jahres 2012 wohl nur die wenigsten Leute etwas mit dem Namen Carly Rae Jepsen anfangen.

Im August 2008 erschien ihr Debütalbum „Tug of War“ (links) , das ihr nicht nur zwei vergoldete Singles in ihrer Heimat, sondern auch einen Radio Music Award für den Song des Jahres bescherte.

Außerhalb Kanadas war sie also mehr oder weniger unbekannt. Doch dann erwähnte ein gewisser Justin Bieber, ebenfalls Kanadier, via Twitter einen Song, den er über Weihnachten rauf und runter gehört hatte: "Call Me Maybe", ein Stück aus der Feder der 26-jährigen Sängerin und Songwriterin.

Das war der internationale Karriere-Startschuss für Carly Rae Jepsen. "Ich hab mich sofort in diesen Track verknallt", kommentierte Bieber, "ein ganz klarer Hitkandidat war das!" Der junge Mann kennt sich bekanntermaßen aus mit Hits und Pop-Hooks, und er lag auch in diesem Fall absolut richtig: Nachdem er und sein Manager Scooter Braun einen Vertrag mit ihr bei dessen Label Schoolboy Records und Interscope gemacht hatten, startete "Call Me Maybe" auch in den iTunes-Charts durch und ging in den USA geradewegs in die Top-10, in Deutschland in die Top-20.

Ordentlich Rückenwind gab's zudem durch ein lässiges Viral Video, in dem unter anderem Bieber, Selena Gomez und Ashley Tisdale dabei zu sehen sind, wie sie lippensynchron die Single performen und dazu tanzen - das Resultat waren knapp 20 Millionen Views bei YouTube binnen kürzester Zeit und hunderte von User-Videos, in denen sich die Fans ebenfalls zu "Call Me Maybe" austobten. "Ehrlich gesagt habe ich das Video, genau wie alle anderen, auch erst gesehen, nachdem Carlos Pena es bei YouTube hochgeladen hatte. Vorher wusste ich nichts davon", erzählt Jepsen. "Und erst als ich es dann vier Mal hintereinander gesehen hatte, ging mir so langsam auf, dass ja mein neues Team dafür verantwortlich war.

Eine schönere Begrüßung kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Ich kann immer noch nicht so recht glauben, was momentan alles in meinem Leben passiert. Wenn man mir vor ein paar Jahren erzählt hatte, dass mein Leben Anfang 2012 so läuft, hätte ich kein Wort davon geglaubt. Nie und nimmer hätte ich damit gerechnet, an diesen Punkt zu gelangen."

Der Weg an diesen Punkt beginnt im Ort Mission in British Columbia, wo Carly als Tochter von zwei Lehrern mit ausgeprägtem Hang zur Musik aufgewachsen ist. "Schon ganz früh ist meinen Eltern bzw. Stiefeltern aufgefallen, wie viel mir die Musik bedeutet", erzählt sie. "Ich habe eigentlich permanent gesungen, jede Melodie und jeden Song, den ich irgendwie mitsingen konnte." Während der Vater ihr zum Einschlafen Songs von James Taylor auf der Gitarre vorspielte, brachte ihre Mutter der jungen Carly Songtexte von Leonard Cohen bei. "Musik war für mich schon immer die wichtigste Ausdrucksform, und zum Glück hat meine Familie das schon früh erkannt und gefördert." Auf der High School sammelte sie dann bereits Bühnenerfahrung, als sie die Hauptrolle in Musicals wie "Annie", "The Wiz" und "Grease" übernahm, und nach dem Schulabschluss machte sie gleich weiter am Canadian College of Performing Arts in Victoria. Mit 17 bekam Carly dann ihre erste Gitarre, und da ihre Eltern nun mal Lehrer waren, dachte sie zu diesem Zeitpunkt auch noch an ein mögliches Leben als Musiklehrerin - doch zum Glück war ihr Wunsch, die eigenen Songs vor Publikum zu singen, doch zu ausgeprägt... Sie arbeitete schließlich in einem Café in Vancouver, wo sie dem Chefkonditor half, als ihr und einem Freund gemeinsam die Idee kam, einen Abend mit Akustik-Sessions im Café abzuhalten. "Wir haben den ganzen Laden auf den Kopf gestellt", berichtet Carly. "Einmal war eine Swing-Band, für die ich auch gesungen habe, bei uns und alle Gäste tanzten wild umher zwischen den Kaffeeröstern."

"Ich war erst nicht sonderlich überzeugt von der Idee, aber mein Lehrer meinte nur: 'Wenn du wirklich willst, dass eine von diesen Türen aufgeht und du den nächsten Schritt gehen kannst, dann musst du wohl oder übel anklopfen - und zwar an jede einzelne Tür. Leg deinen Weg doch gar nicht so fest. Klopf einfach an, und dann wird sich der richtige Weg schon auftun.' Als dann der Tag des ersten Vorsingens kam, weiß ich noch, wie ich bei mir dachte: 'Hm, ich könnte jetzt zu Hause sein und ein ausgiebiges Bad nehmen. Oder aber ich gehe da jetzt einfach rein und schaue mal, was passiert.'" Sie landete in der Show schließlich auf Platz #3, nachdem sie die Zuschauer mit ihrer grandiosen Stimme, ihrer Leidenschaftlichkeit und ihrer unkomplizierten, auf dem Boden gebliebenen Art von sich überzeugt hatte. Quelle: Amazon





Call me maybe





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