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Quelle: Greenpeace

Chemie für jedes Wetter

Outdoor-Marken wie Jack Wolfskin, The North Face und Mammut werben für ihre Produkte mit Bildern von unberührter Natur. Doch von der Chemie in wetterfesten Textilien bleibt die Natur nicht unbelastet.

In einem neuen Test weist Greenpeace umwelt- und gesundheitsschädliche Schadstoffe in Outdoor-Kleidung nach. Details zu diesem Bild anzeigenoutdoorBildergalerie starten Vom arktischen Polareis bis in die Tiefsee, vom menschlichen Blut bis in die Muttermilch finden sich Spuren von perfluorierten und polyfluorierten Chemikalien (PFC). Seit über 50 Jahren werden PFC künstlich hergestellt und breiten sich weltweit über die Luft und Gewässerkreisläufe aus. Eine Emissionsquelle ist Outdoor-Kleidung, die mit wasser- und schmutzabweisenden PFC ausgerüstet wird. PFC wie die Perfluoroktansäure (PFOA) reichern sich in der Umwelt, in der Nahrung und im Trinkwasser an und wirken sich so auch auf die menschliche Gesundheit aus.

PFOA können krebserregend und reproduktionstoxisch wirken. PFOA in auffälligen Konzentrationen haben zwei unabhängige Labore im Rahmen der Greenpeace-Untersuchung in Jacken von The North Face, Patagonia, Jack Wolfskin, Kaikkialla und einer Kinder-Hose von Marmot gemessen. Hohe Konzentrationen von Fluortelomeralkoholen (FTOH), die in der Umwelt und im menschlichen Körper ebenfalls zu PFOA umgewandelt werden, wurden in einer Kinderjacke von Vaude und den Jacken von Mammut, Kaikkialla und Patagonia gemessen.

Insgesamt 14 Kleidungsstücke für Damen und Kinder der führenden Outdoor-Marken hat Greenpeace auf PFC und weitere Schadstoffe testen lassen. In allen untersuchten Markenprodukten wurden PFC in Beschichtungen und/oder Membranen (zum Beispiel Gore-Tex®) gefunden. Besorgniserregend sind auch die Test-Ergebnisse der hormonell wirksamen Weichmacher (Phthalate) und der Nonylphenolethoxylate (NPE): Der höchste NPE-Gehalt wurde in einer Kinder-Regenjacke von Seven Summits gefunden.

 

Der höchste Wert an Phthalaten wurde in einem Kinder-Poncho von Northland festgestellt.

Die Outdoor-Branche muss entgiften und gefährliche Chemikalien durch umweltfreundliche Alternativen ersetzen, sagt Christiane Huxdorff, Chemie-Expertin von Greenpeace. Mit der internationalen Kampagne Detox fordert Greenpeace Textilhersteller auf, für eine bessere Umweltbilanz ihrer Produkte zu sorgen. Deutschland ist mit einem Umsatz von über einer Milliarde Euro der größte europäische Markt für Outdoor-Produkte.

Die Branche wirbt mit Bildern von waghalsigen Kletterern und Tiefschneefahrern - obwohl die meisten Kunden keine Ausnahmeathleten sind, sondern Großstädter, die bei einer Radtour oder Herbstwanderung warm und trocken bleiben wollen. Auch Kinder tragen bei Regen und Matsch auf dem Spielplatz oft Jacken und Hosen, die für eine Polar-Expedition geeignet wären. Mit viel Chemie ausgerüstete Outdoor-Jacken sind inzwischen Alltagskleidung, sagt Huxdorff. Verbraucher sollten prüfen, ob sie eine Regenjacke für den Gipfelsturm oder einen Spaziergang benötigen. Einige Hersteller bieten bereits fluorfreie Alternativen an. Zu den wetterfesten Alternativen zählen Textilien mit Membranen aus Polyester (zum Beispiel Sympatex®) und Polyurethan.

Auch diese Kleidung ist winddicht, atmungsaktiv und hält einem Wolkenbruch stand. Um den Outdoor-Test ging es auch im ZDF Morgenmagazin - das Mittagsmagazin und WISO wollen auch berichten.

(Autorin: Simone Miller) 


"Wolfskin war mal eine Marke für Naturfreunde, Hundefreunde und Individualisten. Aus Profitgier hat man die Marke kaputt gemacht. Wolfskin ist jetzt Kleidung für den Durchschnittsspießer... (Hausfrau, Rentner, Bürohengst, ...) Das gleiche Phänomen gab's bei den Segelklamotten von Helly Hansen... Ursprünglich war das DIE Marke für Wassersportler. Seit dann aber die städtische Unterschicht die Marke für sich entdeckt hat, ging's steil bergab... Wolfskin hat bestimmt das gleiche Schicksal vor sich."     (Forum WELT)
  "ha, ha ich vermute die Quote von Sachbearbeitern einer Sparkasse, Lehrern und anderen Beamten die Jack Wolfskin tragen liegt bei 100 %. Das sind die ganzen ehemaligen Sandalenträger, der typische kleinbürgerliche Spießer, so Fahrradhelmträger... aber in diesem Zusammenhang von Mode zu sprechen ist doch wohl eher ein Witz..."       (Forum WELT)   



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