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Khadi - Naturhaarpflege und Naturkosmetik aus Indien - mehr Infos


Indisches Tempelhaar - der lange Weg vom Tempel in den Salon

Der grösste Teil der importierten Haare kommt aus Indien. Die von dort stammenden Haare sind besonders dick und daher für Haarverlängerungszwecke gut geeignet. Mit intakter Schuppenschicht zählen sie zu den teuersten der auf dem Markt befindlichen Haare. Täglich lassen sich in Tempeln zehntausende indische Frauen und Mädchen die Haare vom Kopf rasieren und erhalten dafür kein Geld. Sie folgen einer uralten Tradition der Hindus: Sie opfern ihr Haar aus Dankbarkeit, z.B. nachdem sich ein Wunsch erfüllt hat.

Der Tempel-Barbier sammelt nach der Rasur die abgeschnittenen Haare. Früher wurden sie für Matratzenfüllungen und Ölfilter verwendet. Seit es Haarverlängerungen gibt, werden sie meistbietend an Haar-Großhändler verkauft. Die Einnahmen werden zu ca. einem Drittel für Ausbau und Renovierung des Tempels verwendet und der restliche Teil geht unter staatlicher Überwachung an Schulen, Waisenhäuser und Kliniken.

Die Haar-Großhändler verkaufen dann die Haare an Haarverlängerungs-Firmen wie z.B.  Great Lenghts, die sie ihrerseits aufbereiten. Dabei werden verschiedene Methoden angewendet, z.B. ein spezielles Osmosebad, bei dem den Haaren die Pigmente entzogen werden. Wenn sie dann blond sind werden sie in verschiedenen Farben eingefärbt .

Die Infos stammen teilweise vom Magazin DER SPIEGEL (Nr.7/2008) Siehe auch SPIEGEL-Fotogalerie



In einem indischen Salon (NY)

 


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Bollywood-Styles

Indiens (Frisuren-) Trends entstehen meist in Mumbai, auch Bollywood (Bollywood = Bombay und Hollywood) genannt. Dort werden weltweit die meisten Filme produziert.

Die Schauspielerinnen schmücken sich oft mit kunstvollen Zopffrisuren und mit traditionellem Haarschmuck verzierten Steckfrisuren, die auch bei Hochzeiten getragen werden. Die Styles der Superstars (siehe Liste unten) werden von den Fans kopiert und es gibt sogar indische Friseursalons, die Frisuren nach den Namen der Schauspieler benennen.

Video-Link: Indischer Werbespot für SUNSILK-Shampoo



  • Shah Rukh Khan (Foto oben): Der zur Zeit gefragteste Schauspieler („King Khan“)¨
  • Meera: Pakistanerin, die jetzt in Bollywood erfolgreich ist (z.B. mit "Nazar")
  • Amitabh Bachchan - „Big B“ als der größte Bollywood-Star aller Zeiten
  • Jaya Bhaduri (Foto oben) Filmpartnerin und zeitweise "echte" Geliebte" von A. Bachnan
  • Madhuri Dixit - Indiens populärster weiblicher Star
  • Aishwarya Rai: Miss World 1994 und L´Oreal-Model


Der erfolgreichste Bollywood-Film aller Zeiten ist übrigens „Dilwale Dulhania Le Jayenge“. Seit 1995 lief er mehrere Jahre ununterbrochen in den Kinos in Indien. In einem Kino hat er es bis jetzt auf über 500 Wochen gebracht. In den Filmen singen die Schauspieler übrigens nie selbst - alle Lieder werden von professionellen Sängern gesungen. 3,6 Milionen rund um den Erdball sehen die schwülstigen Hindu-Märchen und übertreffen damit Hollywoodproduktionen um ca. 1 Milliarde (Nat. Geographic).

INFO: Indien ist nach Einwohneranzahl nach China und vor den USA der zweitgrößte Staat der Erde und hat seit Mai 2000 mehr als 1 Milliarde Einwohner.

 

Indisches "Tempelhaar"

Der grösste Teil der für Haarverlängerungen benötigten Haare kommt aus Indien. Doch woher kommen die Haare? Bei Beginn eines neuen Lebensabschnitts, z.B. nach der Hochzeit, Danksagung an eine Gottheit o. ä., opfern indische Frauen traditionsgemäss ihren meist zu einem kunstvollen Zopf zusammengebundenes Haar den Tempelmönchen. Die Schuppenschicht dieser Haare ist intakt, da die meisten indischen Frauen die Haare nicht chemisch behandeln lassen. Indisches Echthaar ist außerdem besonders dick und daher zählt es auch zu den teuersten der für Haarverlängerungszwecke verwendeten Echthaare.



Hindu-Styles

Im Hinduismus, Indiens meistverbreiteter Religion, spielen Haare bei manchen der hunderten verschiedenen Glaubensgemeinschaften insbesondere bei den Männern eine wichtige Rolle.

Als Zeichen der hinduistischen Askese werden die Haare teilweise jahrzehntelang nicht geschnitten oder gewaschen. Das gleiche gilt zuweilen auch für die Barthaare. Die Haarlänge spielt oft eine beträchtliche Rolle und mit Länge der Haare steigt der Rang innerhalb der Gruppe.


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