Historie  der  Haare  &  Frisuren :   Neuzeit




Biedermeier (1789 – 1848)

Frauen

In der Biedermeierzeit verschwanden die Perücken und es traten wieder römische und griechische Frisuren in den Vordergrund.

Ab 1804 verwendete man für Frauenfrisuren wieder vermehrt Haarschmuck, zum Beispiel Zierkämme, Diademe, Hauben und Seidenbänder.

Während sich die Männerfrisuren in dieser Zeit wenig änderten, hatten die Frauen mehr Phantasie. Es waren vorallem T-, V-, Y- oder U-förmige Scheitel in Mode. Damen mussten damals eine Kopfbedeckung (Hauben, Hüte oder Turbane) tragen, die allerdings zusammen mit den oft hohen Frisuren nicht unbedingt bequem waren. In der Zeit des Biedermeier sind die Frisuren der Frauen vielfach durch einen breiten, auf den Hinterkopf aufgesteckten Knoten gekennzeichnet. Bunt oder symmetrisch angeordnete Papilotten schmücken die Seitenpartien.

Um 1830 entwickeln sich die Papilotten zu großen, die Ohren fast vollständig verdeckenden Lockentuffs. Abwechslung bieten eingearbeitete Haarkämme oder verschieden streng ausgerichtete Deckhaare.

Besonders ausgeprägt ist die Vorliebe für Kopfbedeckungen jeder Art. Schutenhüte sind dabei am häufigsten anzutreffen, aber selbst Turbane finden Anklang. Ab 1835 wurden die Haare dann eher schlicht zu einem Nackenknoten (Chignon) mit seitlichen Korkenzieherlocken frisiert.

Männer

Nach 1820 galten auch Backen-, Oberlippen- oder Kinnbart nicht mehr als revolutionär, der Vollbart aber galt als Symbol des Liberalismus. Bei jungen Männern, die sich von den Traditionalisten absetzen wollen, zeugen kurz geschnittenes, in die Stirn gekämmtes Haar und ausgeprägte, lange Koteletten (Favoris genannt) von einer demokratischen Grundhaltung. Das Tragen von derartigen Bärten zielt diese Richtung. Die Reaktion gipfelt 1846 in einem Bartverbot für preußische Referendare und Postbeamte.

Ältere Männer bevorzugten als Kopfbedeckung den Zylinder. Aus diese Zeit stammt übrigens auch der Begriff des "Dandy".





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