Haarausfall  &  Haarverlust  bei   Frauen         


Es fängt oft harmlos an - immer mehr Haare, die im Kamm, Frottierhandtuch oder im Abfluss der Dusche zurückbleiben. Es sind nicht nur ein paar Haare weniger - Haarausfall wird oft als Minderung der Lebensqualität empfunden: Das Selbstbewusstsein leidet.

Täglich sind es ca. 50 - 100, die man verliert. Wenn es deutlich mehr werden, kommen verschiedene Ursachen in Frage:

Bestimmte Krankheiten, Medikamente, Verwendung minderwertiger Haarpflegeprodukte, Schwankungen des Hormonspiegels oder gar eine Chemotherapie. Bei unklarem Haarverlust sollte man ggf. einen guten Hautarzt aufsuchen.





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Ca. 30-50 % aller Frauen haben die Veranlagung, zuviel männliche Hormone zu produzieren. Oft sind das Frauen, deren Väter früh eine Glatze ausgebildet haben. Bei 10 % der Frauen ist die Veranlagung so stark, dass sie bereits in jungen Jahren das typische Haarausfallmuster aufweisen können. Der Haarausfall beginnt im Scheitelbereich und zieht sich dann immer weiter zu den Seiten hin.

Symptomatisch ist, dass im Stirnbereich ein dichter Haarstreifen stehenbleibt. Häufig bildet sich dieser hormonbedingte Haarausfall allerdings erst in den Wechseljahren aus, denn dann sinkt der Östrogenspiegel, und die Androgene überwiegen. Die Östrogene mindern vorher den Einfluss der männlichen Hormone auf die Haarwurzeln.

In seltenen Fällen geht der Haarausfall auf eine echte Hormonstörung zurück: Es gibt Frauen, die zu viele männliche Hormone produzieren - das kann zum Beispiel auch eine Folge von zuviel Stress sein.

 

Haarverlust nach der Schwangerschaft

Oft tritt der Haarausfall wenige Monate nach der Schwangerschaft auf. Es handelt sich hier nicht um einen echten Haarausfall,sondern eher um eine Rückregulierung auf Normalzustand. In der Schwangerschaft wird durch den hohen Östrogenspiegel das Haarwachstum verlängert.

Der Grund: Die Haare, die normalerweise ihr natürliches Alter erreicht haben und ausfallen müssten, wachsen weiter, werden also älter, weil sich die Östrogen schützend auswirken. Sinkt der Östrogenspiegel nach der Schwangerschaft wieder, fallen diese Haare dann aus.



Haarwachstum

Ein Haar wächst circa drei bis sechs Jahre lang, geht dann in eine Ruhephase über und fällt dann nach zwei bis vier Monaten aus, während sich bereits ein neues Haar in der Wurzel bildet.

Hier erfahren Sie mehr über den Wachstumsprozess der Haare >>>



 Formen  des  Haarausfalls


Diffuser Haarausfall

Am Anfang kann man diesen Haarausfall fast nicht sehen, denn die Haare werden überall gleichmäßig dünner. Die Ursachen sind vielfältig, so kann schon Streß zu einem vorübergehenden diffusen Haarausfall führen.
In vielen Fällen kann auch Eisen- oder Biotinmangel die Ursache sein. Aber auch Schildrüsen-Über- oder Unterfunktionen, schwere Erkrankungen, bestimmte Medikamente oder eine Vollnarkose können zum Haarausfall führen.

Kreisrunder Haarausfall   (Alopecia areata)

Etwa eine Million Deutsche leiden an kreisrundem Haarausfall - sie beginnt häufig mit kleinen kahlen Stellen am Kopf- oder auch am Barthaar und kann in den schlimmsten Fällen zum Verlust sämtlicher Kopf- und Körperhaare führen. Ein Trost für die Betroffenen: In manchen Fällen wachsen die kahlen Stellen wieder zu.

Abb. rechts: Der "kreisrunde Haarausfall"

 


Haarersatz , Perücken  und   Haarteile

Bei partiellem Haarausfall kann man mit einer Haarverdichtung mittels Extensions eine optische "Vergrößerung" der Haarfülle erreichen. Ansonsten bleibt nur der Griff zum Haarteil, Perücke oder zu einem Toupét.

Die benötigten Haarteile oder Perücken werden auch von der Krankenkasse (ganz oder teilweise) bezahlt. Die Kostenübernahme oder der Zuschuss ist abhängig vom Einzelfall und von den Krankenkassen. Voraussetzung ist der vorherige Besuch bei einem zugelassenen Hautarzt, der den Haarausfall diagnostiziert und die Notwendigkeit eines Haarersatzes empfiehlt.

Bei medizinischer Notwendigkeit werden die Kosten von Kunst- und Echthaar z.B. bei der BKK Medicus bis max. 350,00 EUR übernommen. Dieser Wert kann von Kasse zu Kasse variieren und sollte vor dem Kauf in Erfahrung gebracht werden.


Links: Haarverlängerung | Haarteile & Perücken




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Externe Links


Dermatologische Klinik der Universität Köln
Joseph-Stelzmann-Str. 9
50931 Köln
Tel. (02 21) 4 78-45 12 oder -45 48 (Haarsprechstunde)

Bevor Sie die Haarsprechstunde in Anspruch nehmen, müssen Sie sich zwischen Dienstag und Freitag, 8.00 bis 10.00 Uhr mit dem Berechtigungsschein vom Haus- oder Hautarzt in der Joseph-Stelzmann-Str. 9 vorstellen. Erst nach der Durchführung verschiedener Untersuchungen bekommen Sie einen Termin in der Haarsprechstunde.

Alopecia Areata Deutschland e.V.
Postfach 245
47702 Krefeld

Info: Gegen 3 EUR in Briefmarken erhalten Sie neun Infoblätter über unterschiedliche Therapien und Hilfsmittel plus einem Verzeichnis von Zentren, die die „Topische Immuntherapie“ durchführen plus zwei Hefte des Mitglieder-Magazins „AAD-Magazin“.



Kostenlose CD-Rom mit vielen Tips für "Onkokids" (Kinder mit einer Krebserkrankung)

"Was passiert eigentlich bei einer Chemotherapie?" oder "Was sage ich meinen Freunden, wenn die Haare ausfallen?"
Diese und andere Fragen werden auf der CD-Rom "Ich bin ein Onkokid" beantwortet. Entwickelt wurde die interaktive CD-Rom für Kinder ab zwölf Jahren von der Abteilung Pädiatrische Onkologie der Universitäts-Kinderklinik Heidelberg zusammen mit dem Elternverband krebskranker Kinder. Unterstützt wird das Projekt von dem Unternehmen Medac-Schering Onkologie. Die Fragen zum Thema Krebs werden von Ärzten, Psychologen und betroffenen Jugendlichen per Videos beantwortet.

Die CD-Rom ist kostenlos erhältlich. Es gibt sie auch in Englisch und Französisch.

Kontakt: Renate Sedlak, Kinderklinik, Im Neuenheimer Feld 151 69120 Heidelberg, Telefon 06221/568379.





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