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Haaransätze färben

Herausgewachsene Haaransätze sind ein Problem bei gefärbten Haaren. Die Naturhaarfarbe wird sichtbar und bildet einen unschönen Rand. Idealerweise werden die Ansätze mit einem Färbepinsel im ursprünglichen Farbton nachgefärbt, dass der Unterschied zum übrigen Haar wieder verschwindet.




Videos: Professionelles Ansätze Färben mit Friseur Farbe










Dauerhafte Haarfarbe   (Klasse/Level 3)

Friseure wenden ausschließlich professionelle und qualitativ hochwertige Salon-Haarfarben wie z. B. Majirel, Koleston oder Elumen an.

In der Drogerie sind Haarfarben nicht ohne weiteres erkennbar, da die Hersteller das Wort "Haarfarbe" vermeiden. Wenn auf den Packungen der Colorationen "Gruppe, Level oder Klasse 3" steht handelt es sich um eine chemische Haarfarbe.

Sie versprechen zwar "von Friseuren & Coloristen mitentwickelt und getestet worden zu sein, doch kein professioneller Friseur würde Drogeriefarben jemals anwenden. Sie gibt es nicht in allen Farbtönen sind untereinander nicht mischbar, decken graue Haare längst nicht so gut ab und die Haltbarkeit ist größtenteils erheblich schlechter als bei hochwertigen Salon-Haarfarben..... siehe auch "Selber färben"

Haarfarben-Anwendung: Es müssen meist zwei Komponenten miteinander gemischt werden. Die eigentliche Farbe und ein so genannter "Fixierer" oder "Oxidant". (Haarfarben ohne Ammoniak siehe hier)

Bei der Färbung werden die natürlichen Farbpigmente der Haare durch ein Oxidationsmittel (z. B. Wasserstoffperoxyd) zerstört. Durch Oxidantien und Ammoniak die Schuppenschicht des Haares geöffnet, um ihm die eigene Farbe zu entziehen. Mit chemischer Haarfarbe sind auch komplette Farbwechsel möglich. Es gibt jedoch kein "Zurück" mehr, denn die Farbpigmente sind nach der Färbung fest im Haar eingeschlossen, können daher nicht ausgewaschen werden. Sie müssen langsam rauswachsen.

Warum Frauen in der Stillzeit besser nicht färben sollten, erfährt man bzw. frau hier

Deckkraft: Grauhaarabdeckung 100%
Haltbarkeit: Dauerhaft, nur durch Herauswachsen lassen oder erneutes Färben zu entfernen
Bezugsquellen: Professionelle Haarfarben, Blondierungen, Blondierpulver und Fixierer (z.B. Majirel, Koleston, Igora, Elumen, Cellophanes, Magma, Directions) gibt´s online in speziellen Friseurbedarf-Shops (s.u.)


Professionelle Colorationsprodukte (Friseur)
Majirel
Koleston
Color Supreme
Majiblond ultra
Majirouge
Majirouge mix + Majicontrast
Majimèches
Luocolor
Elumen
Composite Colors

Ammoniakfreie Coloration
Richesse de Diacolor
Hi.Richesse
Diacolor gelée  

Direkt-Coloration
Epicéa Farandol Rénovative Symbio  

Krasse Haarfarben (lila, blau, grün etc. )
Directions La Riché (bei amazon)







  Tipps

 

  • Achte bei Stylingprodukten wie Schaumfestiger darauf, dass sie keinen Alkohol enthalten – er trocknet die ohnehin strapazierten Haare zusätzlich aus.


  • Die meisten Frauen halten sich für dunkler, als sie eigentlich sind. Was der Friseur noch als mittelblond einstuft, würden viele Laien schon als helles Braun bezeichnen. Deshalb sollte man im Salon die eigene Haarfarbe mit den Farbmustern auf einer Farbkarte vergleichen und erst dann den neuen Farbton auswählen


  • Nach Möglichkeit die Haut vor Kontakt und Färbeflecken schützen, z.B. mit Silikon-Ohrenschützern (siehe Abb. rechts)


  • 2-3 Tage vorm Färben mit Oxidationsmitteln die Haare nicht waschen. So bleibt der Fettfilm auf Ihrer Kopfhaut und bietet bei eventuellen Ausrutschern einen gewissen Schutz.

  • Niemals färben, wenn bereits Metallsalze aus anderen Tönungen im Haar sind



Chemische  Infos  über  synthetische  Farbstoffe


Fertigfarbstoffe (direktziehende Farbstoffe) stammen großteils aus der Textil- und Wollfärbe-industrie. Z.B. Azo-, Triphenylmethan- und Anthrachinonfarbstoffe sind Hauptbestandteile von Tönungsmitteln. Kationenaktive (positiv geladene) direktziehende Farbstoffe wie z.B.Methylenblau werden an sauren Gruppen des Haarkeratins durch Ionenbindung festgehalten. Nicht-ionische direktziehende Farbstoffe können aufgrund ihrer geringen Molekülgröße ins Haar eindringen und zumindest die äußeren Bereiche einfärben. In beiden Fällen ist die Haftung nicht besonders dauerhaft. Tönungen decken weißes Haar nur schlecht ab - vor allem nicht in Naturtönen. Ein Aufhellen ist mit ihrer Hilfe nicht möglich.

Oxidationsfarbstoffe sind eigentlich Farbbildner, die erst durch Oxidation Farbstoffe bilden. Zugegebene Basen (z.B. Ammoniak) quellen das Haar, sodaß das Färbemittel besser eindringen kann. Die Oxidation erfolgt durch Wasserstoffperoxid (H2O2) das zu H2O und O (sehr reaktionsfähig) zerfällt. Manche Farbbildner werden langsam durch Luftsauerstoff oxidiert. H2O2 baut auch die natürlichen Pigmente oxidativ ab und hellt so das Haar auf.

Die kleinen Farbbildnermoleküle werden unter Mitwirkung von H2O2 zu größeren, farbigen Molekülen verknüpft, die aufgrund ihres größeren Volumens nun im Haar festgehalten werden. Der Farbstoff wird aber auch durch chemische Bindungen am Keratin fixiert. Gleichzeitig eingedrungene Nuancierungsfarbstoffe (Fertigfarbstoffe) werden ebenfalls in die Keratinstruktur eingelagert. Durch eine saure Abschlussbehandlung müssen die restlichen Basen neutralisiert werden und der pH-Wert dem der Haut angeglichen werden.

Der erste Oxidationsfarbstoff, Pyrogallol wurde Mitte des 19.Jh. bekannt. Er ist in der oxidierten Form braun. Durch Kombination verschiedener Farbbildner lässt sich jeder gewünschte Farbton erzielen. Farbmenge und Einwirkzeit bestimmen das Ergebnis. Z.B. führt hoher Peroxidanteil bei geringem Farbbildneranteil zur Hellerfärbung (Blond).

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Erste Hilfe  bei  Farbunfällen

Hilfe, meine Haare sind jetzt grün!

Bei blondierten, dauergewellten oder Haaren, bei denen die Spitzen ausgeblichen sind kommt es manchmal vor: Beim Färben in Naturtönen (z.B. Schwarz oder Braun) können sie einen "Grünstich" bekommmen. Gegenmassnahmen: Mit normalem Shampoo + Ketchup (enthält rote Lebebsmittelfarbe) die Haare kurz waschen oder alternative mit rotem Farbfestiger nachtönen.

Nach dem Schwimmbadbesuch können die Haare ebenfalls in seltenen Fällen einen Grümstich bekommen werden. Der Auslöser können Kupferionen sein (aus Wasserleitungen), die sich in den durch das Blondieren porös gewordenen Haaren ablagern und sie grün werden lassen. Den grünen Schimmer kann man jedoch mit einer Spezialbehandlung bei guten Friseuren wegbekommen :-)

Falscher Farbton?

Für den Fall, dass Ihnen nach der Tönung der neue Ton nicht gefällt oder Sie einfach die Farbe wechseln möchten, gibt es zu einigen Produkten ein Remover. Er sorgt dafür, dass die großen Farbmoleküle wieder in kleinere Bausteine aufgespalten und ausgewaschen werden können. Bei Tönungen kein Problem - einfach öfter die Haare waschen und die Farbe verblasst. Schneller geht's mit einem "Peeling-Shampoo" mindestens 10 min einwirken lassen.

Eine Wäsche mit Shampoo und zusätzlich reinem Alkohol und Wasser (Mischungsverhältnis 1:2) dazugemischt kann ebenfalls die alte Farbe "vertreiben" - diese Methode strapaziert die Haare jedoch erheblich mehr.

Bei "falschen" Färbungen hilft jedoch meist nur eines - der (erneute) Gang zum Friseur...





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