Frisuren  Weltweit :    Nigeria  (Afrika)


Über 30 Jahre fotografierte der aus nigerianische Werbefotofraf J. D. 'Okhai Ojeikere sorgfältig und detailgenau die Frisuren seines Heimatlandes Nigeria. Geflochten, umwickelt, in Knoten, in hoch aufgetürmten Locken. Fast 1.000 faszienierende Frisurenfotos in Schwarz-Weiß gibt es von ihm und ein Teil wurde sogar in einem opulenten Bildband veröffentlicht (Beschreibung und Beispiel-Fotos siehe unten).




Kurzbeschreibung des Bildbandes J. D. 'Okhai Ojeikere Photographs

Keine andere Erscheinungsform der Mode ist so fließend und ephemer wie die Frisur. Mögen wir uns auch über die Saumlänge und den Stoff, der gerade à jour ist, Gedanken machen, das Haar entzieht sich doch oftmals dem anspruchsvollen und kritischen Blick eines leidenschaftlichen Modefans. J. D. 'Okhai Ojeikere (geb. 1930) aus Lagos, der die meiste Zeit seines Lebens als Werbefotograf gearbeitet hat, fotografierte sorgfältig und detailgenau während über dreißig Jahren die Frisuren seines Heimatlandes Nigeria. Geflochten, umwickelt, in Knoten, in hoch aufgetürmten Locken:

In Ojeikeres Fotos offenbart das Haar seine skulpturalen Qualitäten.

Seine täuschend einfachen, klassisch komponierten Fotografien zeigen Frisuren als reines Formenspiel - als minimalistische, abstrakte, vergängliche Kunstwerke. Aber Ojeikeres Fotografien liefern nicht nur ein ästhethisches Vergnügen. Sie verschaffen einen unerwarteten Einblick in die nigerianische Kultur.

Detaillierte Bildunterschriften erzählen uns, von wem und für welche Gelegenheit eine bestimmte Frisur getragen wurde, und führen den Leser so ein in einen gesellschaftlichen Mikrokosmos, der den meisten von uns unbekannt ist. In einem umfassenden Bericht erzählt Ojeikere sein Leben; nach seinem Anfang als Dorffotograf ist er in den sechziger Jahren zu einem der gefragtesten Werbefotografen Nigerias geworden, was uns einen Blick in die in den sechziger und siebziger Jahren in Afrika aufkommende Massenmedienkultur erlaubt.

Er erklärt, wie sein Wunsch, die nigerianische Kultur und deren vergänglichste Ausdrucksformen zu konservieren, ihn dazu führte, die nigerianischen Frisuren systematisch zu dokumentieren. Seine raffinierten und eleganten Fotos sind vorzügliche Beispiele einer Ästhetik, die auf einer tiefen Liebe zu seiner eigenen Kultur und Lebensform basiert, und leisten einen Beitrag zum Verständnis dafür, dass das, was uns als reine Oberfläche erscheinen mag, Ausdruck der tiefsten, unveräußerlichen Einzigartigkeit einer Kultur ist.

Dieses Buch ist ein Schatz für Modefans, Haarfetischisten, Kenner der afrikanischen Kultur und all jene, die Freude am minimalistischen und eleganten Formenspiel haben.  

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Oben:
Fußball-Nationalteam von Nigeria, das zwischenzeitlich auch mal von Berti Vogts trainiert wurde



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