MilitÄr - Frisuren    gestern  und  heute


Eigentlich wollte die HairWeb-Redaktion selbst einen Artikel unter anderem über die Geschichte der Militärfrisuren schreiben, aber der SPIEGEL-Redakteur Kai Posmik kam uns zuvor.

Viel Spaß beim Lesen seines hairvorragend recherchierten und erstklassig geschriebenen Artikels - wir hätten es nicht besser machen können ;-) - LG



Zottelwesen in Uniform

Von Kai Posmik

Nur kurz hielt vor 40 Jahren die Langhaarfrisur Einzug in die Bundeswehrkasernen. Rekruten mussten nicht mehr zum Friseur; dafür aber Haarnetz tragen.

Das Ausland spottete - und die Probleme mit der Haarpracht beschäftigten bald schon eine ganze Kommission. ...weiterlesen auf Spiegel.de



Der "King" beim Friseur

Elvis geht zur Army!1959 leistete Elvis übrigens seine Wehrdienstzeit in Deutschland ab. Rechts oben ein seltenes Foto beim militärischen "Haarescheren" anlässlich seines Wehrdiensteintritts (von März 1958 bis zum Frühjahr 1960). Der Haarschnitt fand übrigens im Friseursalon der Friedberger „Ray Barracks” statt. Der Friseur: Karl-Heinz Stein. Er sagt über seinen wohl berühmtesten Kunden: «Er war so ein ordentlicher und hilfsbereiter Mensch.» Elvis Wünsche waren: "Nicht zu kurz und die Koteletten müssen bleiben!". Ohren und Nacken mußten gemäß der Armee-Standards gekürzt werden. Der Haarschnitt kostete damals 35 US-Cent. Friseur Stein erinnert sich: "Elvis gab stets einen ganzen Dollar."




Flattop   ("oben flach")

Der Flattop (häufig auch nur Flat genannt) war nach dem 2. Weltkrieg eine beliebte Frisur beim US-Militär. Typische Kennzeichen des etwas martialisch anmutenden Maschinenschnitts sind die rasierten Seitenpartien in Verbindung mit einem....hier weiterlesen



Der "Haarerlass"

In der maßgeblichen Zentralen Dienstvorschrift der Bundeswehr - ZDv 10/5 - (Nr. 103 und Anlage 1) heißt es u.a. (Auszug):

Die Erfordernisse des militärischen Dienstes hinsichtlich Funktionsfähigkeit, Unfallverhütung, Ansehen der Bundeswehr in der Öffentlichkeit, Disziplin und Hygiene stellen grundsätzliche Anforderungen an die Haartracht der Soldatinnen sowie die Haar- und Barttracht der Soldaten.

1. Die Haar- und Barttracht muss sauber und gepflegt sein. Modische Frisuren sind erlaubt; ausgenommen sind Frisuren, die in Farbe, Schnitt und Form besonders auffällig sind (z.B. Punkerfrisuren, Irokesenschnitte, grell gefärbte Haarsträhnen, Ornamentschnitte).

2. Das Haar von Soldaten muss am Kopf anliegen oder so kurz geschnitten sein, dass Ohren und Augen nicht bedeckt werden. Es ist so zu tragen, dass bei aufrechter Kopfhaltung Uniform- und Hemdkragen nicht berührt werden. Nicht erlaubt sind besonders ausgefallene Haarschnitte (z.B. Pferdeschwänze, gezopfte Frisuren). ...

3. Die Haartracht von Soldatinnen darf den vorschriftsmäßigen Sitz der militärischen Kopfbedeckung nicht behindern. Zur Einhaltung von Sicherheitsbestimmungen und bei bestimmten Diensten (z.B. Gefechtsausbildung, Sportausbildung, Teilnahme an Einsätzen und Übungen) kann die oder der Disziplinarvorgesetzte bei langen Haaren das Tragen eines Haarnetzes befehlen.



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