Arbeitsrecht:  Urlaub:  Wieviel  Urlaubstage  hat  MAN ?    2016  2017 



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Urlaubstage - soviel steht einem zu!

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub.

Die Urlaubstage richten sich, wenn nicht in einem gültigen Tarifvertrag geregelt nach dem Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) in § 3 Abs. 1. Danach beträgt der gesetzliche Mindesturlaub bei einer 6-Tage-Woche 24 Tage.

Wenn es wie bei vielen Friseuren einen gültigen Manteltarifvertrag gibt, können es auch mehr Urlaubstage sein. Beispiel Niedersachsen: Bei einer Betriebszugehörigkeit von drei Jahren und fünf Tage-Woche sind es 23 Urlaubstage (laut noch nicht gekündigtem Manteltarifvertrag von 2009).

Bei einer anderen Verteilung der Wochenarbeitszeit ist der Anspruch im Dreisatz umzurechnen. Quelle: Wikipedia

Beispiel Teilzeit Niedersachsen: Im Fall einer 3-Tage-Woche beträgt der gesetzliche Urlaubsanspruch daher umgerechnet 24 ÷ 5 × 3 = 14,4 Urlaubstage. 

Links

Teilzeit-Urlaubstage berechnen bei der IHK Nordschwarzwald

Welchen Urlaubsanspruch haben Teilzeitbeschäftigte? (ZEIT)




Krank im Urlaub? So reagiert man richtig - alle Infos hier



Friseurwitz: Azubi überlegt, wie er ein paar Tage Sonderurlaub bekommen kann. Am besten scheint es ihm...mehr


Leider findet man online keine oder veraltete Infos über die Urlaubsregelungen oder die Anzahl an Urlaubstagen, die einem Angestellten im Friseurhandwerk laut für ihren Betrieb gültigen Tarifvertrag (MTV) zustehen. Als grobe Orientierung soll hier der TV Niedersachsen dienen. Die grundsätzlichen Bestimmungen (z.B. Anspruch ab wann, Krankheit im Urlaub etc.) sind in allen Bundesländer nahezu identisch, nur die Urlaubstage können in den Tarifverträgen anderer Bundesländer teilweise geringfügig abweichen. Im Zweifelsfall hilft ein Anruf bei der Gewerkschaft, die gerne Auskunft geben. HairWeb wünscht allen Friseuren einen schönen (verdienten) Urlaub!

Planer Urlaubsübersicht


Urlaubsregelungen im Manteltarifvertrag
MTV Friseurhandwerk Niedersachsen (gültig ab 1. Januar 2006)

  1. Der/die Arbeitnehmer/in hat in jedem Kalenderjahr Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. Das Urlaubsjahr ist das Kalenderjahr. Der Urlaub ist schriftlich zu beantragen.
  2. Den gesamten Urlaubsanspruch erwirbt der/die Arbeitnehmer/in erstmals nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses. Ein der Begründung des Arbeitsverhältnisses unmittelbar vorangegangenes Ausbildungsverhältnis zu demselben Arbeitgeber wird auf die Wartefrist angerechnet. Beim Ausscheiden vor Erfüllung der Anwartschaft hat der/die Arbeitnehmer/in einen Anspruch auf Teilurlaub.
  3. Maßgebend für die Dauer des Erholungsurlaubs sind das Lebensalter und die Zeit der Betriebszugehörigkeit bei Beginn des Urlaubsjahres. Die Betriebszugehörigkeit berechnet sich nach vollen Kalenderjahren. Das Eintrittsjahr wird als volles Jahr auf die Betriebszugehörigkeit angerechnet, wenn das Arbeitsverhältnis im Eintrittsjahr mindestens 8 Monate bestanden hat. Die Ausbildungszeit wird nicht auf die Betriebszugehörigkeit angerechnet.

  4. Der jährliche Erholungsurlaub beträgt bei einer Verteilung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 5 Arbeitstage

         Nach Vollendung des >>>> 18. 27. 36. Lebensjahres
    Bei einer Betriebszugehörigkeit
    von bis zu 2 Jahren  22  23  24 Arbeitstage
    von 3 - 6 Jahren  24  25  26 Arbeitstage
    ab dem 7. Jahr  25  26  27 Arbeitstage


  5. Für Arbeitnehmer/innen, die nicht in der 5-Tage-Woche beschäftigt sind, gelten für die Berechnung des Urlaubsanspruches folgende Umrechnungsformeln:

    - bei andauernder, regelmäßiger Beschäftigung Urlaubstage 5-Tage-Woche x regelmäßige Wochenarbeitstage
    - bei unregelmäßiger Abweichung von der 5-Tage-Woche Urlaubstage 5-Tage-Woche x Jahresarbeitstage

  6. In dem Jahr, in dem das Arbeitsverhältnis begonnen oder beendet wird, hat der/die Arbeitnehmer/in für jeden Kalendermonat des Bestehens Anspruch auf 1/12 des Jahresurlaubs. Dies darf jedoch nicht dazu führen, dass bei Ausscheiden nach durchlaufener Wartezeit in der zweiten Jahreshälfte weniger als 20 Arbeitstage Urlaub gewährt werden. Der Urlaub wird nach vollen Arbeitstagen gewährt. Bei der Berechnung der Urlaubsdauer gelten mehr als 15 Kalendertage als voller Kalendermonat, weniger als 15 Kalendertage werden nicht berücksichtigt. Sich bei der Berechnung ergebende Dezimalstellen werden nach kaufmännischen Grundsätzen auf- bzw. abgerundet.
  7. Beim Ausscheiden ist der Erholungsurlaub oder Resturlaub in der Kündigungsfrist zu nehmen. Ist während der Kündigungsfrist eine Urlaubsgewährung nicht möglich, so wird der Urlaubsanspruch in Geld abgegolten.
  8. Beim Ausscheiden aus dem Betrieb ist dem/der Arbeitnehmer/in eine Bescheinigung über den im laufenden Urlaubsjahr gewährten oder bezahlten Erholungsurlaub auszuhändigen. Diese Bescheinigung muss im neuen Betrieb vorgelegt werden.
  9. Der Zeitpunkt des Urlaubsantritts wird im Einvernehmen zwischen dem Arbeitgeber und dem/der Arbeitnehmer/in zum Jahresbeginn unter Wahrung der Interessen des Betriebes und unter Berücksichtigung der Wünsche des Arbeitnehmers/der Arbeitnehmerin festgelegt.
  10. Das Urlaubsentgelt bemisst sich nach dem durchschnittlichen Entgelt, der in den letzten 3 Monaten bzw. 13 Wochen vor Beginn des Urlaubs bezahlt worden ist. Bei Arbeitszeitflexibilität haben die Arbeitnehmer/innen Anspruch auf die verstetigte Monatsvergütung als Urlaubsentgelt. Zum Urlaubsentgelt gehören neben dem Entgelt gemäß § 8 auch die Zuschläge des § 7 dieses Tarifvertrages.
  11. Hat der/die Arbeitnehmer/in mehr Erholungsurlaub erhalten, als ihm/ihr im Zeitpunkt des Ausscheidens zustand, so hat er/sie das zuviel gezahlte Urlaubsentgelt zurückzuzahlen, sofern das Ausscheiden auf eigener ordentlicher Kündigung oder auf einer Kündigung des Arbeitgebers gemäß § 626 BGB beruht.
  12. Wenn man während des Urlaubs krank wird, so werden die durch ärztliches Zeugnis ausgewiesenen Krankheitstage auf die Urlaubstage nicht angerechnet. Der/die Arbeitnehmer/in hat sich jedoch nach termingemäßem Ablauf des Urlaubs oder, falls die Krankheit länger dauert, nach Beendigung der Krankheit zunächst dem Betrieb zur Verfügung zu stellen. Der Termin für den restlichen Urlaub ist neu zu vereinbaren.
  13. Konnte der Urlaub aus in der Person des Arbeitnehmers/der Arbeitnehmerin liegenden oder aus betrieblichen Gründen bis zum Ende des Kalenderjahres nicht angetreten werden, so ist er innerhalb der ersten drei Monate des folgenden Jahres zu gewähren und zu nehmen.
  14. Während des Urlaubs darf der/die Arbeitnehmer/in keine dem Urlaubszweck - nämlich der Erholung - widersprechende Erwerbstätigkeit ausüben. Verstößt er/sie gegen diese Bestimmung, so kann Urlaubsentgelt nicht beansprucht werden; im Voraus bezahltes Urlaubsentgelt ist zurückzuzahlen.
  15. Im Übrigen gelten die maßgeblichen Bestimmungen des Bundesurlaubsgesetzes, des Jugend arbeitsschutzgesetzes und des Schwerbehindertengesetzes, dessen Vorschriften mittlerweile im SGB IX integriert sind.









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