Innungen   LIV     Friseurhandwerk   ZenTralverband


Als Niedriglohn gilt ein Lohn, der kleiner ist als zwei Drittel des mittleren Einkommens aller Beschäftigten - 10, 36 Euro brutto

Friseure auf Platz 2:

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Vier von fünf bekommen Niedriglohn


Ca. sechs Millionen Menschen beziehen in Deutschland einen Niedriglohn von weniger als 10,36 Euro brutto pro Stunde. Die Zahl der Niedriglöhner stieg jetzt auf 20,6 Prozent (2006 waren es noch 18,7 Prozent). Ganz besonders hoch ist der Niedriglohn-Anteil bei Taxifahrern (87 Prozent), etwas darunter liegen Friseure und Reinigungskräfte. Das heißt: Vier von fünf Friseuren beziehen einen Niedriglohn und könn(t)en ihren karge Lohn aufstocken (u. a. Hartz4-Leistungen, Wohngeld etc).

Zum weiteren Vergleich: In Gastronomie, Kinos und Wäschereien liegt die Quote bei über 70 Prozent, im Einzelhandel, Callcentern, Leiharbeitern immer noch bei gut 60 Prozent.

Niedriglohn per Tarif

Alle in Deutschland geltenden Tariflöhne für Friseurgesellen liegen unter 10,36 EURO. In Sachsen sind es nur 3, 50 EURO pro Stunde. Sogar in Bayern und Baden-Württemberg, wo die höchsten Tarifabschlüsse im Friseurhandwerk gemacht wurden, liegt der Tariflohn für einen Gesellen mit 7,62 EURO weit unterhalb der Niedriglohnmarke. Selbst der Tariflohn für Friseure in leitender Funktion (Bayern) liegt mit 11,81 Euro nur etwas mehr als einen Euro über dem Niedriglohnsatz. Kurios: Regelmässig verkaufen Innungen diese Art von Abschlüssen als "Tariferfolg".

Quelle der Zahlen: Statistisches Bundesamt in Berlin, LIV Bayern

Innungen + Merkel : Die Totengräber des Friseurhandwerks

Arbeitgeberverbände wie z.B. Friseurinnungen, Friseur-Verbände und der Zentralverband haben das Lohnproblem jahrzehntelang ignoriert. Entweder wurden einfach keine neuen Tarifverträge mehr abgeschlossen (siehe Berlin, seit Jahren ohne gültigen TV, da abgelaufen) oder es wurden mit neuen, bewusst niedrig gehaltenen Tarifabschlüssen den Billiglöhnen und damit auch den Billigketten (siehe unten) der Weg bereitet.

Oben genannte Verbände lehnen bis heute vehement und ohne stichhaltige Argumente den gesetzlichen Mindestlohn ab und haben qualifizierte Friseure lohntechnisch mit ungelernten Putzhilfen und Aushilfskellnern flächendeckend auf eine Tarif-Stufe gesetzt (siehe oben). Kein anderer Handwerksberuf hat so niedrige Tariflöhne und in Deutschland gibt es europaweit (außer Südeuropa) die niedrigsten Löhne für Friseure überhaupt.

Deutschlands Friseurinnungen müssen es sich gefallen lassen, die "Totengräber des Friseurhandwerks" genannt zu werden.

Ein weiterer "Totengräber" ist übrigens Walz-Kundin und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Auch sie lehnt seit vielen Jahren höhere Löhne für unterbezahlte Vollzeit-Friseure ab, obwohl diese mit Zuschüssen aus Steuergeldern unterstützt werden müssen

Fehlender Mindestlohn - die fatalen Folgen

Die erste Folge: Aufgund idealer Niedrigtarif-Bedingungen entdeckten Billigketten bereits vor ca. 8 Jahren die systematische Ausbeutung von Friseuren. Auf ihrem Rücken konnten extrem niedrige Preise mit maximalen Gewinnen kombiniert werden. Heute ist an jeder Ecke eine dieser umstrittenen Ketten zu finden.

Die zweite Folge: Seit ca. 4 Jahren flüchten schlechtentlohnte Friseure massenhaft in die Selbständigkeit und gründen Mikro- oder Einmannbetriebe. Die meisten von ihnen bleiben zumindest auf dem Papier unter der Grenze von 17.500 Euro Umsatz pro Jahr. So müssen sie für ihre Dienstleitungen keine Mehrwertsteuer zahlen und können damit die Preise klassischer, großer Salons (mit Angestellten) unterbieten. Diese Unternnehmen können einen derart unfairen Wettbewerb nicht gewinnen und müssen Mitarbeiter entlassen oder gar schließen.

Die dritte Folge: Niedrige Löhne und Tarife sind der ideale Nährboden für Schwarzarbeit. Nahezu jeder Geringverdiener ist gezwungen, sich das fehlende Geld durch Schwarzarbeit hinzuzuverdienen, um seinen Lebenunterhalt zu sichern. Mit jedem schwarz bedientem Kunden sinkt der Umsatz der anderen Salons, die damit ihre Mitarbeiter bezahlen müssen. Während größere Salons regelmässig durch Steuerprüfungen kontrolliert werden, bleiben Kleinstbetriebe, die oft tricksen, um unter der 17.500 Euro-Grenze zu bleiben, weitgehend unkontrolliert. Lichtblick: Ab 1. Januar 2017 tritt ein neues Gesetz für die Einzelaufzeichnungspflicht in Kraft...mehr Infos

Faire Saloninhaber zahlen faire Löhne

Lichtblick in der prekären Lage des Friseurhandwerks sind Friseurunternehmer, die die teilweise extrem niedrigen Tarif-Hungerlöhne gar nicht erst als Maßstab nehmen. Voraussetzung dafür ist, dass der Saloninhaber entsprechende Preise für qualitativ hochwertige Dienstleistungen nimmt bzw. nehmen kann, die überhaupt erst faire Löhne ermöglichen. Hier haben Friseure mit entsprechenden Qualifikationen ein gutes Auskommen ohne den Gang zum Amt. Eine Liste von "fairen" Salons findet man auf der Seite "Der faire Salon" oder im HairWeb-Salonguide





Friseure haben mehr verdient als ein paar Euro + HartzIV !


Steuerzahler zahlt Zusatzlohn für unterbezahlte Friseure - Billigketten profitieren

Herr Popp vom famosen Zentralverband des Friseurhandwerks behauptet, durch einen Mindestlohn für Friseure gingen Arbeitsplätze verloren und Schwarzarbeit werde gefördert. Die Wirklichkeit sieht anders aus: ...weiterlesen






Bezeichnung

Adresse/Ort

Online      

Erfahrungen

Landesinnungsverbände

 

Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks

Pettenkoferstraße 7
80336 München

Innungen, Meisterschulen

und sonstige regionale

Verbände

A

 
Friseur-Innung Aachen - Stadt


Meisterschule Augsburg
Bildungsstätte der Friseure
Peterstr. 81-83
52062 Aachen

Stettinstraße 20
86150 Augsburg
 
B

Meisterschule der Friseurinnung Bremen (berufsbegleitend)



Rembertistr. 29
28203 Bremen
Keine Website bzw.
nicht bekannt
Landesinnungsfachschule Berlin
Konstanzer Str. 25
10709 Berlin
Keine Website bzw.
nicht bekannt
   
Friseur-Innung Bielefeld
 
   
   
C

Bildungszentrum der Friseur-
Innung Chemnitz, Meisterschule


Waldenburger Str. 23
09116 Chemnitz
 
D

 
Berufsbildungsstätte des
Westf.-lipp. Friseurhandwerks
Deggingstraße 16
44141 Dortmund
F

Landesfachschuledes Friseurhandwerks
Frankfurt


Schönstraße 21
60327 Frankfurt
Keine Website bzw.
nicht bekannt
G

Friseur-Innung Gera


07545 Gera, Puschkinplatz 4
Keine Website bzw.
nicht bekannt
H

Friseurinnung Hamburg


Holstenwall 12
20355 Hamburg
Berufliche Schule Friseurhandwerk
Burgstraße 33
220535 Hamburg
Friseur-Institut Hamburg
Arnoldstraße 26
22765 Hamburg
Keine Website bzw.
nicht bekannt
Ausbildungszentrum der
Friseur-Innung Hannover
Ricklinger Stadtweg 92
30459 Hannover
Keine Website bzw.
nicht bekannt

K

Meistervorbereitungsschule der
Friseur-Innung Karlsruhe





Kriegstraße 232
76135 Karlsruhe

Berufliche Schulen Korbach und Bad Arolsen (Landkreis Waldeck-Frankenberg)
Kasseler Straße 17
34497 Korbach
Friseur-Innung Köln,
Berufsbildungsstätte
Richard-Wagner-Str. 32-34
50674 Köln
Keine Website bzw.
nicht bekannt
   
L

Friseur-Innung Lübeck


Fischergrube 4
23552 Lübeck
Keine Website bzw.
nicht bekannt
   
M

Friseur Innung Mannheim
B1, 1-2
68159 Mannheim
 
Märkische Friseurinnung


Ausbildungsstätte der
Friseur-Innung München

Meisterschule München
Scheederstr. 1c
15711 Königs Wusterhausen

Holzstraße 8
80469 München

Im Handwerkerhof München
   
S

Friseur-Bildungs-Zentrum
Baden-Württemberg


Gerberstraße 26
70178 Stuttgart
 
   
P

Kreishandwerkerschaft Paderborn
Technologie- und Berufsbildungszentrum


Waldenburger Str. 19
33098 Paderborn
Keine Website bzw.
nicht bekannt
   
Kreishandwerkerschaft Pinneberg
Damm 39
25421 Pinneberg
Keine Website bzw.
nicht bekannt
   
R

Kreishandwerkerschaft Rendsburg-Eckernförde
(Teilzeit Abendlehrgang Meisterprüfung)


Thormannplatz 8-10
24768 Rendsburg
Keine Website bzw.
nicht bekannt
   
Kreishandwerkerschaft
Rendsburg-Eckernförde
Lehrwerkstätten (Vollzeitlehrgang)
Lundener Str. 1-5
24768 Rendsburg
Keine Website bzw.
nicht bekannt
   
Innung des Friseurhandwerks Rügen
Christel Gräning - Hauptstraße 29
18573 Rambin
Keine Website bzw.
nicht bekannt
   
S

Friseur-Innung Trier-Saarburg


Loebstraße 18
54294 Trier
   
Friseurinnung Steinfurt
 

Selbständig ohne Meisterbrief. Was Handwerkskammern gern verschweigen...

Buchtipp!Wer sich in Deutschland im handwerklichen Bereich ohne Meisterbrief selbständig machen will, hat es schwer: ein endloser quälender Kampf gegen Organisationen und Institutionen beginnt. Dieses Buch erklärt den Hintergrund und zeigt Möglichkeiten auf, wie man unter bestimmten Voraussetzungen trotz allem die handwerkliche Selbständigkeit...mehr





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