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Top:  Daniel Golz erklärt in einem kleinen 7-Minuten-Video den Farbkreis





Grundlagen des Farbkreises

Lässt man normalsichtige Versuchspersonen Farbmuster nach der Empfindung auf Ähnlichkeit sortieren, werden die Farbtöne in der Regel in dieselbe Reihenfolge gebracht. Anfang und Ende der Reihe sind sich dabei so ähnlich, dass die Reihe zu einem Kreis geschlossen werden kann. Dies geschieht auch ohne Kenntnis der physikalischen bzw. neurologischen Zusammenhänge der Farbwahrnehmung. Demonstration des Unterschiedes zwischen "Wahrnehmung" und "physikalischen Eigenschaften" von Farbwerten. Eine (physikalische) Abstufung von 20° auf dem HSB-Farbkreis erzeugt im Gelbbereich einen für die Wahrnehmung stärkeren Farbkontrast als dieselbe Abstufung im Rotbereich.

Abbildung rechts oben: Im historischen Teil der Farblehre hatte Goethe das Wissen zu den Farben aufbereitet, von der Antike bis zu seiner Zeit. Auf Rat von P.O. Runge wählte Goethe den Kreis zur Anordnung aller Farben.

Die Anordnung der Farbtöne kann auch nach Gesichtspunkten der Farbmetrik gewählt werden. Geometrische Aspekte des Kreises wie oben, unten oder gegenüberliegend werden genutzt, um Zusammenhänge der Farbwahrnehmung darzulegen. Ein Gesichtspunkt sind Farbkontraste. Ein anderer ist es, die dem Empfinden gemäßen Abstände zwischen den Farben über den ganzen Linienzug des Kreises hinweg ausgewogen zu halten. Je nachdem, welche Eigenschaften und Zusammenhänge vom beabsichtigten Anwendungsbereich als primär angesehen werden, gibt es verschiedene Möglichkeiten einen Farbkreis, ein Farbpolygon oder einen Farbstern zu bilden. Diese Wahlmöglichkeit bot in der Geschichte der Farbtheorie (und gibt bis heute) Anlass zu teils erbitterten Kontroversen über den "einzig richtigen" Farbkreis. Dabei ist zu beachten, dass der Farbkreis immer nur ein Modell der Wirklichkeit sein kann, er bleibt nur eine Möglichkeit unter mehreren, die komplexen Beziehungen und Zusammenhänge von Farben zu veranschaulichen und dadurch verständlich zu machen.

Die Farbgestaltung in der Kunst und im Design orientiert sich vorwiegend am menschlichen Farbempfinden, denn der menschliche Gesichtssinn, bestehend aus Augen und Gehirn, ist ein kompliziertes Organsystem. In diesem physiologischen System wird die kontinuierliche Änderung der Wellenlänge und deren Intensität von sichtbarem Licht, dem Farbreiz, als Kombination von drei Grundfarben auf diskontinuierliche Weise, die Farbvalenz, interpretiert. Die physikalische Ursache der Farben lässt sich nicht linear in Beziehung zur Wahrnehmung setzen. An den physikalischen Eigenschaften des Lichtes orientierte Farbsysteme stellen Projektionen dar, die für ästhetische Gestaltung nur von begrenztem Wert sind, insbesondere bei einer zweidimensionalen Abbildung in Farbkreisen.

Die Formulierung "subjektive Wahrnehmung" ist hier nicht im Sinne von Geschmackssache zu verstehen. Die Ordnung des harmonisierten Farbkreises basiert auf objektiv nachweisbaren Eigenschaften des Gesichtssinnes und soll intersubjektiv - das heißt von jedem normalsichtigen Betrachter - nachvollziehbar sein. Tests haben ergeben, dass die weitaus meisten Menschen Farben beinahe gleich wahrnehmen. Weder die Anzahl unterscheidbarer Farben noch die Empfindung von Ähnlichkeiten variieren wesentlich. Das muss auch so sein, denn sonst könnten wir nicht effizient über Farbe kommunizieren, Farbbezeichnungen wären bedeutungslos. 

Quelle: Wikipedia






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