Friseur-Trends: FÖhnbar - Blow Dry  Bar



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"Blow-Job" zwischendurch...

Nach einem Artikel im "Beauty-Magazin" DER SPIEGEL (2/2013) wissen jetzt auch die Letzten, was der kommende Trend der Friseurbranche auch in Deutschland ist:  Föhnbars.

Hinter dieser Bezeichnung steckt ein cleveres Geschäftskonzept, das bereits in den USA und London seit längerer Zeit sehr gut läuft.

Beispiel: Die DryBar. Sie hat bereits 12 Filialen in Kalifornien und bietet in lockerem Bar-Ambiente unter dem Motto:

"No Cuts. No color.
Just blowouts."

Föhnfrisuren (35 Dollar) Kopfmassagen und professionelles Hairstyling für Leute, die gut auf dem Kopf aussehen wollen bzw. müsen. Chefin der Franchise-Kette ist Alli Webb, eine in den USA bekannte Top-Friseurin, die schon einige Hollywoodstars frisiert hat.

Föhnbars in Deutschland

In Deutschland ist man ja mit den Trends immer etwas spät dran, aber seit Ende 2012 springen die Ersten auf den "Föhnbar-Zug" auf.

Kein Friseur sondern eine Wirtschaftjuristin (!) eröffnete kürzlich in Berlin eine Art Kopie der US-amerikanischen Drybar, die sich auch genauso nennt (Homepage siehe rechts).

Da dort nicht gefäbt und geschnitten wir, benötigen diese Läden in Deutschland keinen Friseurmeister und eigentlich noch nicht einmal ausgebildete Friseure. Trotzdem schreibt die Friseurinnungspostille "FRISEURWELT" darüber in ihrer letzten Ausgabe und spricht dabei sogar von "vielversprechenden Erfolgen im Föhngeschäft" (mehr dazu unten) .

Auch der eigentich bereits pensionierte Udo Walz eröffnete im September 2012 eine Föhn-Bar in Berlin. Im April 2013 soll Udo´s nächste "Föhner-Laden" folgen (ggü. KadeWe).

Preise und Angebot

Während das Original in den USA 35 Dollar verlangt, nehmen die Berliner Blowdryer 35 Euro für die Föhnfrisur, die sie "Blowout" nennen.

Ein HairSpa (10 Euro) verspricht, kaputte Haare zu reparieren, was jedoch bei den laut Website verwendeten, durchaus umstrittenen Produkten von Moroccanoil ernsthaft bezweifelt werden kann (Stichwort "Silikone").

Außerdem: Eine Augenbrauen-Behandlung (auf der Website ohne Preisangabe) soll den Brauen neue Form geben und mit einer Gel-Massage beleben.

HairWeb-Fazit

Was ist nun anders an diesem Konzept? Auf den ersten Blick nicht viel. DER SPIEGEL nennt das Angebot der Föhnbars gar "ziemlich profan".

Auf den ersten Blick stimmt das auch, denn die von den "Föhnbars" angebotenen Dienstleistungen werden auch von klassischen Salons angeboten.

Wir haben uns dazu ca. 10 verschiedene Preislisten verschiedener Berliner Salons (einige davon siehe Salon-Guide) angesehen und sind fündig geworden:

Bei fast allen fehlt das reine "Föhnen" (Hauptdienstleistung der Föhnbars). Föhnen ist oft nur im Paket (z.B. Waschen/Schneiden/Föhnen) zu haben oder wird "Legen" genannt. Auch die Kopf- oder Haarmassage mit Wäsche ist bei keinem der Salons einzeln ausgewiesen.

Auch normale Hochsteckfrisuren (keine Gala-/Brautfrisuren) fehlten entweder ganz in der Preisliste, der Preis war zu hoch (z.B. 136 Euro) oder war gar nicht erst genau angegeben (Angabe: Preise ab...)

Klassische Salons in Großstädten brauchen sich jedoch erstmal keine großen Sorgen machen, denn im Gegensatz zu den Föhnbar-Mitarbeitern, die keine Friseure sein müssen, wird man bei ihnen von ausgebildeten Friseuren bedient. Und vom Ambiente her können viele auch locker mithalten.

ABER: Sie sollten die Dienstleistungswünsche ihrer Kunden künftig etwas besser kennen, denn auch in anderen Großstädten sind viele weitere Föhnbar-Filialen geplant (z.B. Hamburg, München, Düsseldorf).

Und auch wichtig: Etwas mehr an die Männer denken, denn laut Spiegel-Artikel sind 15% der Föhnbar-Kunden Männer, die z.B. einfach mal eine Kopfmassage genießen oder sich die Augenbrauen zupfen lassen.

DER SPIEGEL" über den Föhnbar-Trend


Unten: Website Dry Bar USA



Unten: Website Dry Bar Berlin















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