Audrey  Kathleen  Hepburn-Ruston


"Happy girls are the prettiest."    Audrey Hepburn

AN  ELEGANT SPIRIT...

Im Zeitalter der Hollywood-Ikonen schien kein Stern heller als der von Audrey Hepburn. Auf Leinwand und Bühne verzauberte sie als Gigi, Eliza Doolittle und Holly Golightly Millionen.

Ihre Kurzhaarfrisur war die meistkopierte ihrer Zeit.

Rechts: Audrey beim Friseur

Oben: Audrey Hepburn Dutt

 

 

Audrey´s Sohn

Ihr Sohn Sean Hepburn Ferrer gewährt in seinem Buch "An elegant spirit" einen intimen Einblick in das Leben seiner Mutter.

Er erzählt gefühlvoll und offen ihre bemerkenswerte Biografie, ausgehend von ihrer Kindheit in Holland über den Höhepunkt ihres Ruhmes bis hin zu ihrem humanistischen Engagement als UNICEF-Botschafterin. Sean Hepburn Ferrer erinnert, wie nur ein Sohn es kann, an eine Schauspielerin, der die Welt zu Füßen lag.



"Hepburn-Dutt"









Familie und Kindheit

Hepburn kam 1929 als Audrey Kathleen Ruston, Tochter des wohlhabenden englischen Bankiers Joseph Victor Anthony Ruston (* 1889; † 1980) und seiner niederländischen Frau Ella Baroness van Heemstra (* 1900; † 1984) in Belgien zur Welt.

Der Familienname wurde später in Hepburn-Ruston umgeändert, nachdem Audreys Vater den Namen Hepburn auf einigen Urkunden seiner Vorfahren entdeckt hatte.

Hepburn hatte zwei Halbbrüder, Jonkheer Arnoud Robert Alexander Quarles van Ufford (* 1920; † 1979) und Jonkheer Ian Edgar Bruce Quarles van Ufford (* 1924) aus der ersten Ehe ihrer Mutter mit dem niederländischen Adeligen Jonkheer Hendrik Gustaaf Adolf Quarles van Ufford. Im Alter von sechs Wochen erkrankte Hepburn so schwer an Keuchhusten, dass ihre Atmung aussetzte und sie wiederbelebt werden musste.

Ihr Vater verließ die Familie als Audrey sechs Jahre alt war, und sie verlor jeglichen Kontakt zu ihm. Erst über zwei Jahrzehnte später kam es mit Unterstützung des Roten Kreuzes zu einem Wiedersehen zwischen Vater und Tochter. Trotz des emotional distanzierten Verhältnisses zu ihrem Vater unterstützte Hepburn ihn fortan finanziell bis zu seinem Tode.

Audrey im Krieg

Von 1935 bis 1938 besuchte Hepburn eine Mädchenschule in Kent, England. Als der 2. Weltkrieg ausbrach, zog sie mit ihrer Mutter und ihren beiden Halbbrüdern zu ihrem Großvater nach Arnhem in den Niederlanden, wo sie die im Mai 1940 beginnende deutsche Okkupation miterlebte. Um die britischen Wurzeln ihrer Tochter zu verschleiern, änderte ihre Mutter während dieser Zeit den Namen Audrey in Edda um. Sie legte auch den Nachnamen des Vaters ab und hieß damit in dieser Zeit Edda van Heemstra. Während des Krieges nahm Hepburn Ballettunterricht am Arnhemer Konservatorium und beteiligte sich an heimlichen Tanzaufführungen, um Geld für die Widerstandsbewegung im Kampf gegen die deutsche Besatzung zu sammeln. Während des Vormarsches der Alliierten im Winter 1944/1945 erlebte Hepburn die große Hungersnot in den Niederlanden mit. „Ich war während des Krieges […] in Holland und die Nahrungsmittel gingen aus. Der letzte Winter war am schlimmsten. Das Essen war knapp, und alles, was es gab, bekamen die Soldaten. Es besteht natürlich ein großer Unterschied zwischen Hungertod und Unterernährung, aber ich war sehr, sehr unterernährt,“ erinnerte sich Hepburn an diese Zeit.

Der lange Weg zum Film

Nach Kriegsende zog die Familie vorübergehend nach Amsterdam. Dort stand Hepburn 1948 in einer kleinen Rolle für den Werbefilm Nederlands in 7 Lessen des Dokumentarfilmers Charles Huguenot van der Linden erstmals vor einer Filmkamera (siehe unten).

 

Bald darauf ging Hepburn zurück nach England, wo sie bei Marie Rambert eine Ballettausbildung absolvierte, um professionelle Solotänzerin zu werden. Sie musste jedoch bald feststellen, dass sich ihr Traum von einer Tanzkarriere nicht erfüllen würde: die mangelhafte Ernährung während des Krieges hatte ihr Muskelwachstum beeinträchtigt und so sehr Hepburn sich auch bemühte, sie konnte mit den anderen Tänzerinnen nicht mithalten.

Nach Amerika

Daher arbeitete sie zunächst als Model und spielte in einigen Musicals im Londoner West End, gefolgt von kleineren Rollen in britischen Filmen wie One Wild Cat und Das Glück kam über Nacht (beide 1951). Während der Dreharbeiten zu Musik in Monte Carlo (1951) lebte Hepburn zufällig im selben Hotel an der französischen Riviera wie die Schriftstellerin Sidonie-Gabrielle Colette, die für die Broadway-Inszenierung ihres Stücks Gigi (1944) eine Hauptdarstellerin suchte. Als Colette die junge Schauspielerin erblickte, rief sie: „Ich habe Gigi gefunden!“ . Und so reiste Hepburn nach Amerika, wo sie von November 1951 bis Mai 1952 am Fulton Theatre die Gigi tanzte. Für ihre Darbietung erhielt Hepburn den Theatre World Award und man wurde in Hollywood auf sie aufmerksam.  

1. Oscar

Bereits für ihre erste Hauptrolle an der Seite von Gregory Peck in Ein Herz und eine Krone (1953) erhielt sie am 26. März 1954 einen Oscar als beste Hauptdarstellerin.

Audrey Hepburn avancierte über Nacht zum Star und zählte bis in die späten 1960er Jahre zu den führenden Filmschauspielerinnen. Nahezu jeder ihrer Filme wurde zu einem Erfolg an der Kinokasse. Im Hollywood der 1950er Jahre war die „grazile Elfe“ Hepburn ein willkommener Kontrapunkt zum üppigen Schönheitsideal einer Marilyn Monroe. Sie eroberte das Publikum im Sturm und hatte großen Einfluss auf die Mode: weite, wippende Röcke, das Kleine Schwarze, etwas zu große Sonnenbrillen, das Nickituch, knöchellange 7/8-Hosen und flache Ballerinaschuhe waren ihre Markenzeichen. ihr Stil wurde bald weltweit von Frauengenerationen kopiert.

 

Audrey und der Modedesigner Givenchy

1953 lernte Hepburn während der Dreharbeiten zu Sabrina den französischen Modedesigner Hubert de Givenchy kennen. Man hatte den Designer zuvor gefragt, ob er Interesse habe, die Garderobe für Miss Hepburns nächsten Film zu entwerfen und Givenchy zeigte sich begeistert, da er ein großer Bewunderer Katharine Hepburns war.

Als er dann Audrey die Tür zu seinem Atelier öffnete, war er zunächst ernüchtert: „[…] ich hatte mir dieses Gesicht, dieses Haar vorgestellt, Katharine Hepburn in ihren Hosenanzügen […] Nun ja, es war eine Enttäuschung.“ Doch es dauerte nicht lange und Givenchy und Audrey Hepburn entwickelten eine lebenslange Freundschaft und der Designer kreierte fortan ihre Garderobe. Sie wurde ihm Muse und bevorzugtes Model und trug seine eleganten Kostüme in ihren Filmen und auch privat.

1 Heirat und 3 Fehlgeburten

1954 trat Hepburn in dem Stück Ondine an der Seite von Mel Ferrer am Broadway auf und erhielt für ihre Darstellung den Tony Award als beste Hauptdarstellerin. Bei den Theaterproben verliebten sich Hepburn und Ferrer ineinander und heirateten nur wenige Monate später im September 1954. Sie wurde schwanger, stürzte aber bei Dreharbeiten so schwer von einem Pferd, dass sie sich einen Rückenwirbel brach und kurz darauf ihr ungeborenes Kind verlor. Es war eine von insgesamt drei Fehlgeburten.

 

Mutterglück mit Sean

Mit der Geburt ihres Sohnes Sean am 17. Juli 1960 in Luzern erfuhr Hepburn aber schließlich doch ihr Mutterglück. Die Familie lebte die meiste Zeit in der Schweiz, für die Dreharbeiten zu Frühstück bei Tiffany (1961) zog sie jedoch kurzzeitig in die USA.

Foto rechts: Mel, Sean und Audrey

Sohn Sean hat 10 Jahre nach ihrem Tod eine Biografie über seine Mutter veröffentlicht: Titel: "An elegant spirit"

Scheidung

1968 wurde ihre Ehe mit Ferrer geschieden. Im Jahr darauf heiratete sie den italienischen Psychiater Andrea Dotti, mit dem sie einen weiteren Sohn (Luca Dotti, *1970) hatte, doch auch diese Ehe wurde 1980 geschieden

 

Ende der 1960er Jahren zog sich Audrey Hepburn von der Leinwand zurück und trat bis zu ihrem Tod nur noch in fünf Filmen auf. Sie widmete sich überwiegend humanitären Projekten und ihrer Familie. Ihre letzte Rolle war die eines Engels in dem Film Always (1989) von Steven Spielberg.

1988 wurde sie von der UNICEF zur Sonderbotschafterin ernannt   Am 1. November 1992 diagnostizierten die Ärzte bei Hepburn Darmkrebs im fortgeschrittenen Stadium. Sie wurde operiert und unterzog sich einer Chemotherapie, verlor den Kampf gegen den Krebs aber schließlich im Januar 1993. Hepburn starb in ihrem Haus in Tolochenaz am Genfersee und wurde auf dem örtlichen Friedhof beigesetzt.  

 

 

Filme mit Audrey

  • 1948: Nederlands in 7 Lessen – Regie: Charles Huguenot van der Linden (s. o.)
  • 1951: One Wild Oat – Regie: Charles Saunders
  • 1951: Mit Küchenbenutzung (Young Wives’ Tale) – Regie: Henry Cass
  • 1951: Wer zuletzt lacht (Laughter in Paradise) – Regie: Mario Zampi
  • 1951: Das Glück kam über Nacht (The Lavender Hill Mob) – Regie: C. Crichton
  • 1951: Musik in Monte Carlo (Nous irons à Monte Carlo) – Regie: Jean Boyer
  • 1952: Die Verblendeten (Secret People) – Regie: Thorold Dickinson
  • 1953: Monte Carlo (Monte Carlo Baby) – Regie: Jean Boyer und Lester Fuller
  • 1953: Ein Herz und eine Krone (Roman Holiday) – Regie: William Wyler
  • 1954: Sabrina (Sabrina) – Regie: Billy Wilder
  • 1956: Krieg und Frieden (War and Peace) – Regie: King Vidor
  • 1957: Ein süßer Fratz (Funny Face) – Regie: Stanley Donen
  • 1957: Ariane – Liebe am Nachmittag (Love in the Afternoon) – Regie: Billy Wilder
  • 1959: Geschichte einer Nonne (The Nun’s Story) – Regie: Fred Zinnemann
  • 1959: Tropenglut (Green Mansions) – Regie: Mel Ferrer
  • 1960: Denen man nicht vergibt (The Unforgiven) – Regie: John Huston


  • 1961: Frühstück bei Tiffany (Breakfast at Tiffany’s)

    In ihrer wohl berühmtesten Rolle verkörperte Audrey Hepburn die lebenshungrige Holly Golightly und erhielt für ihre Darstellung ihre vierte Oscar-Nominierung


  • 1961: Infam (The Children's Hour)
  • 1963: Charade (Charade) – Regie: Stanley Donen
  • 1964: Zusammen in Paris (Paris When It Sizzles) – Regie: Richard Quine
  • 1964: My Fair Lady – Regie: George Cukor (mit Rex Harrison)
  • 1966: Wie klaut man eine Million? (How to Steal a Million) – Regie: William Wyler
  • 1967: Zwei auf gleichem Weg (Two for the Road) – Regie: Stanley Donen
  • 1967: Warte, bis es dunkel ist (Wait Until Dark) – Regie: Terence Young
  • 1976: Robin und Marian (Robin and Marian) – Regie: Richard Lester
  • 1979: Blutspur (Bloodline) – Regie: Terence Young
  • 1981: Sie haben alle gelacht (They All Laughed) – Regie: Peter Bogdanovich
  • 1986: Liebe Diebe killt man nicht (Love Among Thieves) – Regie: Roger Young
  • 1989: Always – Der Feuerengel von Montana (Always) – Regie: Steven Spielberg 


Quellen: Wikipedia, Amazon , Youtube






  Related Links!